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Zweiter Band.
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quacstor palatii bekleidet, der iiu Namen des Königs öffentlichsprach 1 .

Klosterstiftung Ansemunds.

Im Fernern erinnern wir an die Urkunde vom J. 540,durch welche Ansemnnd, ein burgundionischer Grosser, undseine Gemahlin Ansleubana ihrer Tochter Kemila die Stiftungeines dem h. Andreas geweihten Nonnenklosters zu Vienneermöglichen (I. 173) 2 .

15 urgundionisch-rö mische Grabschriften.

Schliesslich ist zu bemerken, dass zu Vienne burgundionisch-römische Grabschriften Vorkommen, die aus der Zeit vor undnach dem Untergange des Itciehes herrührend, von der dortigenNiederlassung der Burgundionen, sowie von ihrer Boinani-sierung zeugen 3 . Itie Personen der betreffenden, datiertenGrabschriften sind folgende: [Hijldigernus f 483 4 ; . andoerdus

1) In seinem Epitaphe bei Le Blant II. 102 heisst es: euius vita fuitgemino sublimis honore , | fascibus insignis, rcligione potens: ] arbitrioreguni quaesturac cingula sumpsit cct. Ueber die Uuaesturwürde im spät-und nachrömischen Sinne vgl. Le lilant II. 103. Cingulum, das Ehren-zeichen der Würde, bezeichnet diese selbst; vgl. Olearius Not. ad Suidam,Lips. 1795, S. 241 f. Pantagathus steht im Martyrologium Ados XV-Kal. Mart. (17. Apr.) S. 160: Apud Viennam S. Pantagathi episcopi-Vgl. Georgi S. 160 und Lecointe a. 534 VII.

2) Vgl. Binding I. 327. Speciell über Ansemund I. 154 N., überAnsleubana I. 98. .Remilia bei Mabillon ;AA. SS. OB. I. 577 ist Miss-schreibung für Kemila. Ueber den in der Urkunde erwähnten h. Leonianusund sein mönchisches Wirken zu Vienne s. I. 173 N. 3. Das dort Bei-gebrachte ist jedenfalls beglaubigter, als was Lecointe a. 534, XXV, nach Vit»S. Eugendi bemerkt: zu Anfang des 5. Jahrhunderts stiftete der h. Leo-nianus oder Leunianus zu Vienn,e zwei Klöster, ein Männerkloster zu Ehrendes h. Petrus, dessen Abt er war, und ein Frauenkloster zu Ehren desh. Andreas, dem er seine Schwester zur Aebtissin setzte. Nach ebendems.a. 534, XXVII, befanden sich ausserdem zu Vienne noch mehrere andereKlöster, von welchen er vermuthet, dass sie mehrentheils vor der frän-kischen Unterjochung Burgundiens entstanden seien; er beruft sich hieturauf die Vita S. Clari AA. SS. Boll. 1. Jan., wo dieselben namhaft gemachtseien. Schade nur, dass diese Vita erst aus der .Zeit Dagoberts herrührt.

3) Vgl. Binding I. 326 f.

4) Le Blaut II. 121; vgl. Wackernagel S. 392.