Band 
Zweiter Band.
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zu Dichtungen dargeboten, und sie ist in der That, gleichihren Variationen, aus dem Gebiete der Geschichte in das-jenige des Romans zu verweisen (S. 20 ff.) 1 .

Die St. Victorskirche,eine angebliche Stiftung von Sedeleuba.

Gewiss ist nur, dass im 7. Jahrhundert eine ausserhalbder Stadt Genf befindliche Kirche des h. Victors als eineStiftung von Sedeleuba gegolten hat; es erhellt dies auseiner im fiebrigen legendenhaften Erzählung Eredegars,Welche das Auffinden des Körpers des h. Victors betrifft,der zu Salodurum mit dem h. Ursus als Märtyrer soll ge-litten haben. Es sei nemlich, erzählt der Chronist 2 , im 7. Jahreder Regierung Theoderichs, des Sohnes Childeberts des Jüngern 3 ,

1) Dennoch gibt Türk III. 91 sich die Mühe, die allerdings der Var.'anuam civitatis vorzuziehende Schreibung hei Fredegar Genovam civitatemhistorisch zu rechtfertigen. Potigny II. 400 ff. 403 ff. lässt Chlotilde auieinem Schlosse bei Genf, wo Godegisel residiert habe, erzogen werdenund dort die Verlobungsintrigue, angeblich das Machwerk des catholischenAdels und Clerus Galliens, sowie die Verlobung vor sich gehen. DassAredius nach Constantinopel gesandt wurde, um dem Kaiser Anastasiuszu seiner Thronbesteigung (11. Apr. 491) zu felicitieren, weiss PdtignyU 408 genau; er bestimmt danach den Zeitpunct der zwei MissionenAurelians; selbst der gestohlene Bettlersaek fehlt S. 405 f. nicht. Porel

XXXV erwähnt wenigstens die Meinung, wonach Gundobad sich zuGenf befunden hat, als Chlotilde, als Verlobte Chlodwigs, ihn verliess, ums ich zu ihrem Verlobten zu begehen. Die Verfasser des KG. S. 16 Nr. 43und die dort Citierten, welchen Daguet S. 34 beizufügen, nehmen Fre-fegars Erzählung für baare Geschichte auf. Bei Daguet ist die HeirathChlodwigs, wie sie von Fredegar erzählt wird, ein schlauer Plan, umfurch Chlotildes Blutrache Eroberungsgelüste zu befriedigen; Aurelianusheisst übrigens bei Daguet Aurelius.

2) HFr. eontin. c. 22 — Aimoin GFr. III, 90 und Sigebert. Gembl.a. 608; vgl. Valesius Kfr. V. 250 und KG. S. 24 Nr. 74. Bei Valesiusist die betreffende Stelle in den Add. gestrichen; warum, wird sich bald

zeigen.

3) Also im J. 603; „vers 603“ KG. S. 24 N. 74. Pagi a. 608, IV,schreibt anno VI° statt anno VII 0 und setzt danach das Jahr 602 (ebensoWille I. 265 N. 72; „vers 602“ Gautier zu Spon. I. 27 N. 1); übrigensverwirft Pagi das Datum 608 hei Sigebert. Gembl., dem Baronius folgt.»Entre les annees 602 et 608“ meint Blavignac AG. S. 225.

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