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Zweiter Band.
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dem Aeconius 1 , Bischof von Mauriennc, geoffenbart worden,er solle zur Kirche gehen, welche die Königin Sedeleubain einer Vorstadt von Genf erbaut hatte 2 ; dort werde er denKörper inmitten der Kirche auffinden. Und so sei es dennwirklich geschehen: Aeconius habe zu Genf mit Hälfe derdortigen Bischöfe B,usticus und Patricius 3 den Körper an derbezeichneten Stelle, und zwar in einem silbernen Sarge,entdeckt. Man hat aus der von Fredegar eingeflochtenenhistorisch-topographischen Bemerkung geschlossen, dass Sede-leuba die St. Victorskirche gestiftet habe, die in der ehe-maligen, nach dieser Kirche benannten östlichen VorstadtGenfs gestanden hat, dann, um 1019 dem Cluniacenser Ordenübergehen, eine reiche Abtei desselben, im J. 1534 mit derVorstadt abgetragen w'orden ist 4 . Behutsamer wollen Andere

1) Falsch Arconius hei Gelpke II. 52. Aeconius oder Iliconius, wieer sich am 1. und 2. Concilc zu Macon (581 und 585) unterschrieb, warder erste Bischof von Mauriennc; s. Buinart zu Fredegar a. 0. S. 604.

2) Fredegar a. 0.: quam Sedeleuba regina in suburbano Genavensiconstruxerat. Begina oder Burgundionum regina, wie Aimoin sagt, heisstSedeleuba als Tochter Chilperichs II aus dem burgundionischen König®'hause, nach der Bemerkung Pagis a. 608, IV; vgl. I. 84 N. 2 und Garzonzu Idatius S. 88 X. 6. Valesius Bfr. V. 250 Add. streicht regina ohneGrund. Aeltere Scribenten, wie Du Chesne 1. 4, machen Sedeleuba ( an-geblich auch Theudelinde genannt) mit einem argen Anachronismus z' irGemahlin des fietiven Burgundionenkönigs Gaudisei, der zu Anfang d e35. Jahrhunderts das Beich der Burgundionen in Gallien soll gegründethaben (I. 305). Blavignae AS. S. 33 macht Sedeleuba ebenfalls zur wirk-lichen Königin Burgundiens, aber zur Gemahlin Chilperichs II (sic); derBG. S. 24 Nr. 74 und Fazy in MIG. XII. 61 nennen sie Godegisels Tochter!Schmitt I. 140 hat zwar das Bichtige betreffs der Person von Sedeleuba,nennt sie aber mit einem falschen zweiten Namen Theodesinde. Seduleubahei Gelpke II. 53 ist Missschreibung oder Druckfehler.

3) Buinart zu Fredegar a. 0. S. 604 hält einen dieser Beiden,Busticus oder Patricius, für einen Bischof von Sitten. Beide erscheinenaber in der alten Bischofsliste von Genf, der Erste als der 13., der Zweiteals der 14. Bischof; auch kann letzterer leicht der einstweilige Coadjutordes Ersteren gewesen sein, wie man anderswo ebenfalls zwei gleichzeitig®Ortsbischöfe genannt findet. Vgl. Besson S. 6, Gautier zu Spon I. 26 f-X. 1, Blavignae AG. S. 224, Gelpke II. 52 ff. und BG. S. 24 Nr. 74.

4) Historisch - topographisches über Kirche , Abtei und Vorstadt St.Victor s. bei Besson S. 5. 93 f. 342 f. (Urkunde um 1019), Gautier zuSpon I. 23 X. f, 212 X. m, Mille I. 49. 51 X. 31, Blavignae AG. S. 29°