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Zweiter Band.
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sowie von nicht unbedeutenden Einkünften zeugt die Erwei-terung des Klosters Agaunum (515), wovon seines Ortsdas Nähere * 1 . Hatte früher Godegisel als Bruder dem KönigeGundobad Heerfolge geleistet, so that dies jetzt auch Sigis-mund als Sohn (I. 105).

Dass Sigismund noch vor seines Vaters Tode (516) undwährend des Residierens in Genf auf Antrieb des BischofsAvitus zum Catholicismus übertrat, haben wir schon gesehen(I. 119 f.). Je mehr G odegisel, selbst ein Arianer, die Arianerbegünstigt haben mochte 2 , desto eifriger war jetzt Sigismundbemüht, diese und andere Häretiker, die in Genf Zusammen-flüssen , in Schranken zti halten 3 4 . Hieher gehört der erstevon zwei Briefen des Avitus 1 , die dieser bei Gelegenheit desApostelfestes, d. h. des Jahresfestes des h. Petrus, des GenferKirchenpatrons 5 , an Sigismund schreibt: im ersten ist nemlichdie Rede von einer bedenklichen Anhäufung der Häretikerin Genf (constipatio Genavensis), indem zwischen die strei-tenden Catholiken und Arianer sich noch eine zweite Sectebineindränge 6 . Bei diesem Anlasse wird nun Sigismunds

MDG. XVI. 32 N. 1 beschränkt das Residieren Sigismunds in Genf aufdie Jahre 514-16, während welcher derselbe mit seinem Vater die Königs-Würde getbeilt habe.

1) Unten Cap. 8 Agaunum.

2) Ueber Godegisels Arianismus Gregor. Tur. HFr. II, 32. 33. IIIProlog. Petigny II. 473 f. macht Godegisel zu einem Stockarianer; ebensoglaubt er, Sequanien und Helvetien, die vermuthlichen Gebietstbeile des-selben , seien, weil von Römern entvölkert und von den ursprünglichsrianischen Burgundionen zuerst occupiert, dem Arianismus vollständigzu gewandt gewesen.

3) Nach Daguet S. 35 hätte Gundobad die im Kriege des J. 500entvölkerte Stadt mit arianischen Familien wieder bevölkert.

4) Epist. 29 und 30.

5) Sirmond Not. ad Avit. S. 28.

6) Sirmond Not. S. 28 vermuthet in der zweiten Secte Photinianer,ebenso Rilliet in MDG. XVI. 33; Binding I. 218 N. 753 conjiciert treffendDonosiacorum pestem für bonorum pestem. Ueber die Bonosiaci oderDonosiani Avitns Ep. 3, dazu Sirmond N. 10, und Fragm. S. 188. IhreSecte war mit derjenigen der Arianer und Photinianer verwandt; vgl.Sirmond zu Sidonius Not. S. 114, Henschen zur Vita S. Sigismundi

88 N. k. und Binding a. 0.

Jahn, Geschichte <3. BurgunfUonen. II.

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