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oder der Gräuel eingedenk gewesen sei, welche den Anfangseiner Regierung mit Blut befleckt hatten 1 ; wir erinnern andasjenige, was hiegegen im Brühern bemerkt ist (I. 88 f.).Der Act, durch welchen Sigismund zum Könige erhoben wurde,geschah in einer Versammlung der Grossen des Reichs aufder königlichen Villa Quadruvium bei Genf®.
Valesius Rfr. VII. 328 Add., Pötigny II. 487 f. N. 3, Gremaud im Mdm.de Frib. IV. 32G und Derichsweiler S. 76. 173 N. 40. Allein rex isthei Avitus, in der Vita S. Caesarii und bei Marius in dem Sinne zu ver-stehen. wonach hei Späteren Königssöhne, schon als solche, Könige heissen.Vgl. Valesius Efr. VII. 328 f. = Schöpflin S. 225; ersterer schliesstfreilich in den Addenda aus dem Besitze des Titels auch auf den derWürde. Mit iussu patris bei Fredegar kann, gegenüber Marius und Gregor,nur eine letztwillige Verordnung Gundobads gemeint sein, der also Godomarüberging; vgl. Valesius Rfr. VII. 329, der freilich in den Add. seineAnsicht im hievor angegebenen Sinne ändert. Neuere missdeuten FredegarsAngabe dahin, dass Gundobad noch bei Lebzeiten, und zwar nur einigeJahre vor seinem Tode, Sigismund zum Mitregenten erhoben oder den-selben kurz vor seinem Ende zum Könige habe wählen lassen. ErstererAnsicht sind Duvernoy zu Gollut col. 1773, Daguet S. 35 und Eilliet inMDG. XVI. 32 N. 1, welche den Anfang der Mitregentschaft in’s J. 514setzen; die Königswahl wird gleich willkürlich von JvMüller I. 118 undseinen Nachschreibern, Gaullieur S. 56 f., Vögelin-Escher I. 13 f. undSchmitt I. 146, in’s J. 515, von Forel S. XXXV und EG. S. 18 Nr. 50in’s J. 516 gesetzt. Wurstemberger I. 245 f. findet bei Fredegar nichtausgesprochen, ob Gundobad die Regierung niedergelegt oder Sigismundbloss zum Mitkönig erhoben habe; die Zeitbestimmung mit dem J. 516bezweifelnd, begnügt er sich, den Act in die letzten Lebensjahre Gundobads*u setzen. Richtig Binding I. 225, der aber N. 779 allzu subtil ist, indemer bei Fredegar sublimatur in regnum aus Marius a. 516 — levatus est—• und iussu patris aus Marius a. 522, wo dieser Ausdruck in ganz andermZusammenhänge, entlehnt glaubt; vgl. Monod in Eev. crit. 1869 S. 262.—• Aus Fredegar a. 0. schöpft das Chronicon SBD., bei D’Achery II. 360:Gundebaudi filius Sigismundus apud Genevensem urbem villa Quadruvioiussu patris sublimatur in regno (Gautier zu Spon I. 25 N. i. sublimitatur[sic] i. r.; Müller 1. 118 N. 90 sublimatus est i. r.). Auch diese Stelle■wird auf eine Uebergahe des Reiches gemissdeutet; so von Gautier zuSpon I. 25 N. i. und Schmitt I. 146, der zudem das Chron. S. Ben. vorFredegar setzt.
1) Ersteres Motiv bei Binding I. 179, letzteres bei Gaullieur S. 56 f.
2) Fredegar = Chron. SBD. an den hievor citierten Stellen; vgl.Einleit. I. 89 f. Mit villa wird Quadruvium von Fredegar als königlicheVilla bezeichnet; s. Jacobs S. 27 und oben 1.195 N. 4. Gingins S. 258 spricht