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Zweiter Band.
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der südlichen Abzweigung des Thaies von Sallanches ge-funden, wo das Bergwasser Bonnant nördlich zur Arve läuft,welche bekanntlich im Chamounythale entspringt. Und wasdie Grenzbereinigung betrifft, so fand diese nicht zwischenden Centronen und den Veragrern statt, wie Mommsen angibt,sondern, wie die Inschrift deutlich besagt, zwischen denViennensorn und den Centronen. Mit den Yiennenses istüber das ehemalige Gebiet der Allobrogen gemeint, derenHauptstadt Vienne gewesen. Es sollte also in obiger Ver-zweigung des Thaies von Sallanches das Gebiet der südlichvon dort, in der Tarantaise wohnenden Centronen nördlichvom viennensischen oder ehemaligen allobrogischen Gebietegeschieden werden. Die Inschrift beweist also keineswegs,Was Mommsen mit derselben beweisen will. Welche Völker-schaft, wenn nicht die der Allobrogen, hätte übrigens denHaum zwischen Arve und Genfersee bewohnt? Ohne Zweifeldie Kantuaten, nach Cäsar 1 die unmittelbaren Nachbarn derAllobrogen. Sonach hätten die Nantuaten sich bis in dieHegend von Genf erstreckt. Damit wäre man aber nicht mehrallzu fern von dem alten Irrthume, welcher das Gebiet derNantuaten sogar bis nach Nantua im Dep. Ain ausdehnte.

In spätrömischer Zeit scheint sodann in vorbemerkterAlpengegend die Grenze der Viennensis, sowie des Stadtge-biets von Genf südlich gegen das Gebiet der Centronen vor-gerückt worden zu sein. Wenigstens bildete im Mittelalterdie genferische Diöcesangrenze, welche im Uebrigen dem Kammedes Scheidegebirges zwischen Unterwallis (Diöcese Sitten)u nd Hochsavoien, dann der Montblanc-Kette folgte, südwestlichvon dieser einen gegen die Diöcese Tarantaise einspringenden"Winkel. Von da lief die Grenze der Diöcese Genf in süd-westlicher Kichtung und mit der Isere in geringem AbstandeParallel bis in die Gegend von St. Pierre d’Albigny, von hiernordwestlich, an den Diöcesen Grenoble und Belley (linksrho-danischen Theils) vorbei, über den Lac de Bourget an dieHhone. Das- Gleiche mag mit der Grenze des ehemaligenStadtgebiets und der ursprünglichen Diöcese der Fall gewesen

1) BG. III, 1 und 6.

^ahn, Geschichte fl. Burgundionen. II.

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