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Zweiter Band.
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sein, mit dem Unterschiede, dass, da das Bisthnm Belley erstspäter gegründet wurde, Stadtgebiet und Diöcese Genf inder Gegend des nachmaligen linksrhodanischen Theils derDiöcese Belley, wo Yenne liegt, an Stadtgebiet und DiöceseVienne grenzten. Dass diese beiden wenigstens die Rhone-krümmung unterhalb Yenne erreichten, ersieht man daraus,dass Veseronce, welches jener Krümmung nahe liegt, zumStadtgebiete von Vienne gehört hat (S. 148). Im Uebrigenist darauf aufmerksam zu machen, dass, während die fürjede Diöcese angenommenen Grenzen im Allgemeinen 1 den-jenigen der römischen Stadtgebiete entsprochen haben, sichim Betreff der Diöcese Genf eine bedeutende Anomalie erzeigt.Dieselbe umfasste nemlich im Mittelalter und bis zur Auf-hebung des Bisthums in der Reformation nicht blos diejenigenGegenden der ehemaligen viennensischen Provinz, welchezum Stadtgebiete von Genf gehört hatten (Genevois, Faueignyund Chablais), sondern überdies im Decanate Aubonne undim Comte equestre einige auf dem rechten Ufer des See’sund der Rhone befindliche Territorien, welche Bestandteileder Maxima Sequanorum gewesen waren. Zeitpunct undUrsachen dieser Ausnahmseinrichtung sind unbekannt; auchrechtfertigt Nichts die Voraussetzung, dass die westrho-dänischen Territorien ursprünglich eine Diöcese mit Nyonals Bischofssitz ausgemacht haben, bei dessen späterer Ver-legung nach Belley ein Theil derselben zur Diöcese von Genfgekommen sei, ein anderer die von Belley gebildet habe 2 -

Spätere Namen des Stadtgebietes; burgundioniseheAlterthum ss puren.

Das Stadtgebiet von Genf, in römischer Zeit die civitasGenavensium, ist im Mittelalter (von der Burgundionen-zeit her) der pagus oder comitatus Genevensis, wovondas spätere Ge nevois in Savoien, mit der Hauptstadt Genf,nur einen Theil ausmachte 3 .

1) Nicht vollständig, wie Fazy Geneve ete. (MIG. XII) S. 16 meint;s. oben S. 5.

2) RG. Introd. S. VII.

3) RG. S. XII ff. und die Nachweise S. 491 n.