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Zweiter Band.
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solidi zu denken, die unter einem der vermeintlichen Tetrarchenzu Yalence geprägt worden seien * 1 , sondern eher an solche,die aus der Zeit der dortigen Ansiedlung der Alanen her-rührten (s. oben).

Yalence besitzt den Grabstein eines Burgundionen,Namens Obtulfus, welcher, laut der Grabschrift, ein famolusdei, d. h. geistlichen Standes gewesen und im J. 491, dreissigJahre alt, gestorben ist 2 ; als Burgundionen sind ebenfallsanzusehen ein archidiaconus Leubaredus und ein puer Alifius,welche im Gefolge des Bischofs Apollinaris erwähnt werden 3

Das Stadtgebiet von Valenee, in römischer Zeit dieoivitas Valentinorum, ist im Mittelalter (von der Bur-gundionenzeit her) der pagus Valentinus oder Valen-tinensis, später das Yalentinois im Bas-Dauphine, mitder Hauptstadt Yalence 4 .

A o u s t e.

(nach Anderen St.-Paul-Trois-Chäteaux) mit seinem Gebieteist kurz vor 463 an die Burgundionen gekommen (I. 475 ff.)und hat im J. 476 das gleiche Schicksal, wie Yalence undandere Städte der südlichen Yiennensis, erfahren (S. 198).

Die Diöcese Aouste war dem Metropolitanbischofe vonArles untergeordnet (I. 476).

Am epaonensischen Concile (517) nahm Florentius, Bischofvon Aouste, mit den übrigen Bischöfen Burgundiens Th eil(S. 147); er wohnte später, im J. 524, dem ostgothischen4. Concile zu Arles bei (s. unten). Ebenso findet man seinenNachfolger Heraclius als Theilnehmer an den ostgothisch-

von Valenee aus einer angeblich im J. 524 geschehenen Abtretung derStadt an die Ostgothen; diese Abtretung ist aber so wenig historisch alsdie vermeintlich gleichzeitig geschehene von Genf (S. 182 ff.).

1) So denkt Canciani IV. 40 f. ST. 3. Höchst nachlässig sagt PetignyII. 497 N. 1: les monnaies frappees ä Geneve et Valenee (sic) parGodegisiles (1. Godögisile).

2) Le Blaut II. 197; vgl. Binding I. 327 und Wackernagel S. 395,wo das Datum 494 fehlerhaft ist.

3) Vit. S. Apollinaris c. 6 und 10; vgl. Binding I. 327 und Wacker-nagel S. 382. 393.

4) Guerard im AH. 1837 S. 143.