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gallischen Concilen zu Carpentras (527), Orange (529) undSaison (529) (s. unten) 1 . Aouste gehörte nemlich zu den-jenigen Städten der südlichen Viennensis, welche im J. 523von dem ostgothischen Theoderich annexiert wurden, um vonAmalasuntha in den letzten Zeiten der Unabhängigkeit Bur-gundiens wieder herausgegeben zu werden 2 . Genannter He-r aclius überlebte die fränkische Unterjochung Burgundions(534): er erscheint noch als Theilnehmer am 4. Concile vonOrleans (541) 3 .
Das Stadtgebiet von Aouste, in der Römerzeit die civitasTricastinorum, ist im Mittelalter (vonburgundionischer Zeithör) der pagus Tricastinus, nachmals das Tricastinoder Tricastinais im Bas - Dauphine, mit der HauptstadtSt.- Paul-Trois-Chäteaux, wohin der Bischofssitz inunbekannter Zeit verlegt wurde 4 .
Vaison
m it seinem Gebiete kam nicht lange vor 463 mit der übrigenAiennensis unter burgundionische Herrschaft (I. 477 ff.).
An diese Stadt knüpft sich eine wichtige, aus dem J. 474stammende Kunde über die damalige Machtstellung der Bur-gundionen in der südlichen Viennensis (I. 488 ff.).
Die Diöcese Vaison war dem Metropolitanbischofe vonArles untergeordnet (I. 476); der Ortsbischof Fonteius wohntedem im J. 475 zu Arles gehaltenen Concile bei (I. 496).
Gemellus, Bischof von Vaison, wusste beim Könige Sigis-nrund gesetzgeberische Bestimmungen zu Gunsten der Findel-kinder zu erwirken (S. 41); er wohnte dem epaonensischenConcile (517) bei (S. 147); ein an ihn gerichteter Brief des■Bischofs Avitus von Vienne enthält leider nur die Gratulationz u einem glücklich begangenen Kirchenfeste nebst einigengeistlichen Phrasen 5 .
1) Sirmond zu Avitus Not. S. 39 ; er vermuthet in Ileraclius den imFrühem (T. 176) erwähnten ehemaligen Hofredner Guudobads.
2) Siehe weiterhin in diesem Capitel.
3) Sirmond a. 0.
4) Guerard im AH. 1837 S. 141.
5) Epist. 53, dazu Sirmond Not. S. 44.