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Zweiter Band.
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durch eine Gesandtschaft feierlich übertragen wurde; sodannkehrte er nach Paris, seiner Residenz, zurück 1 . Da aber dieWestgothen im J. 407 nach Alarichs Tode und AmalarichsFlucht den königlichen Bastard Gesalich zum Könige erhobenhatten 2 , richtete sich im J. 508 der fränkische Gewalthaufe,im Vereine mit den Burgundionen, gegen jenen, der zuAarbonne residierte: die Burgundionen, Gundobad an derSpitze, nahmen und plünderten die Stadt; Gesalich entfloh

1) Gregor. Tur. HFr. II, 37, Gesta Fr. c. 17 und Aimoin I, 22;vgl. Lecointe a. 508, II, und Pagi a. 507, VIII. IX. Bornhak S. 234zieht die Einnahme von Toulouse irrig zum J. 507. Die Einäscherungder Stadt meldet einzig der bisher übersehene Severns Sulpicius S. 452:XV. (anno Anastasii = a. 506, statt XVII. = 508) Tolosa a Franciset Burgundionibus incensa. Das Abführen des Schatzes aus Toulouse, derwestgothischen Residenzstadt, ist Volkssage nach der Vorstellung, dassder Schatz eine nothwendige Zubehör des Königthums sei. Mit AlarichsSchatz aber stund es infolge der Kriegsrüstungen sehr schlecht (AvitusEp. 78; vgl. Petigny II. 521 N. 1, Binding 1. 193 N. 657 und obenS. 199 N. 4). Was bei Gregor a. 0. nach der Einnahme von Toulousefolgt, ergänzt das Opusculuni de Aquitania bei Labbeus II. 735 aus GestaFr. 17 also: per Caturrum et Lemovicum rediens Engolismain obsedit. . . totamque terram subiugans in Xantonia et Engolisma et BurdigalaFrancos reliquit contra Gothos; ähnlich Rorico; vgl. Gibbon c. 38 n. 55,der eine kriegerische Colonisation annimmt. Fredegar HFr. epit. c. 25und Chron III, 10 [= Freculf II, 5, 22 und Hugo Flavin. Chron. Verd.S. 87] lässt Chlodwig sofort das ganze Reich Alarichs zwischen dem tyr-rhenischen Meere (sic), dom Liger, den Pyrenäen und dem Ocean in Besitznehmen, eine Grenzbestimmung der Eroberung, die geradezu [unrichtig,nicht etwa bloss ziemlich unbestimmt ist, wie Türk III. 113 meint (s. unt.).Ueber die Consulatswürde Chlodwigs s. oben I. 157 f. N. 1. Bünau I. 615 f.sieht in ihrer Verleihung die Absicht des Kaisers, Chlodwig gegen dieOstgothen für sich zu gewinnen. Die Zeitbestimmung des Acts betreffend,setzt Petavius I, 7, 2 denselben, sowie die Rückkehr nach Paris in’s J. 507,offenbar verfrüht; nach Petigny II. 259 hätte die Ertheilung der Consu-latswürde im J. 509, die Inauguration zu Tours im J. 510 stattgefunden.

2) Procop BG. I, 12, Isidorus Chron. Goth.: anno XVII imperiiAnastasii (a. 509 u. ff.) Gesalicus superioris regis filius ex concubinacreatus Narbonae princeps efficitur regnans annis quatuor, sicut genercvilissimus, ita infclicitate et ignavia summus; vgl. Pagi a. 507, XIII. Dievier (laufenden) Regierungsjahre Gesalichs sind bis zur Absetzung durchTheoderieh im J. 510 zu verstehen (s. unten). Bornhak S. 233 N. 2glaubt Gesalichs Name mit dem Amalarichs bei Greg. Tur. II, 37 (obenS, 227 N. 2) verwechselt.