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Zweiter Band.
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macht einstweilen noch nicht, und die Belagerung zog sichbis in’s J. 510 hinaus * 1 ; doch vertheidigte der ostgothischeFeldherr Tuliim, der sich in die Stadt geworfen hatte, dieselbeso tapfer, dass sie vor Einnahme und Plünderung bewahrtblieb 2 . — Einen merkwürdigen Zwischenfall der Belagerung,der uns näher angeht, erwähnt die Yita S. Caesarii: sie erzähltnemlich vorgehends, Cäsarius, Bischof von Arles, der ausder Gegend von Ghälon sur Saone in Burgundien gebürtigwar (territorii Cabilonensis . . indigena 3 ), sei schon unter derBegierung Alariclis, bald nach seiner Wahl zum Bischöfe(502) verdächtigt worden, als ob er Arles und Gebiet an dieBurgundionen verrathen wolle, worauf ihn der König nachBordeaux verbannt, jedoch nach einiger Zeit freigesprochen undin sein Amt wieder eingesetzt habe 4 * * ; dann fährt die Yita im

sondern es wurde ein Heer von ihm abgesandt. S. Cassiodorus Chron.hievor. Mit ducibus missis vgl. Cassiodorus Var. VIII, 10, wo es vonTulum heisst, er sei in der expeditio (iallicana inter duces directus ge-wesen. Bornhak S. 237 macht den Eeldherrn Ibbas, der aber erst spätererscheint, zum A nführer der Expedition und lässt ihn durch die cottischenAlpen in die Provence eindringen, Letzteres mit Bezug auf CassiodorVar. IV, 3b, wo die Provinz der cottischen Alpen wegen civicavastatio und Truppendurchmarsch Steuernachlass erhält. Dies beziehtsich jedoch vielmehr auf die Expedition des Mammo; s. unt. 234 f.

1) Lecointe a. 509, 1, 510, II, beschränkt die Belagerung auf dasJahr 510.

2) lieber Tulum und sein glorreiches Vertheidigungswerk CassiodorVar. III, 32. VIII, 10 (vgl. Pardessus I, 2. 72 und Bornhak S. 238;Waekernagel S. 400 schreibt Tuluni für Tulum, was 7 zuverlässiger alsTolus und Tholuit bei Valesius llfr. VII. 349 u. A.); Vita S. Caesarii I, 17sic in diebus suis ab hostibus Arelatensis obsessa est civitas, ut nec capti-vitati meruerit nec praedae succumbere. Die Vita schreibt dies dem h.Cäsarius als Wunder zu.

3) Betreffs der Herkunft des Cäsarius sagt die Vita I, 12: qui de Galliishabebat originem, genauer I, 3: territorii Cabilonensis fertur indigena.Vgl. I. 438 H. 2.

4) Vit. S. Caesarii I, 12. 13 ; vgl. Sirmond zu Eunodius Hot. S. 48,Pagi a. 507, II, Dubos IV, 1 T. III. 4 f. (datiert die Ordination des

Cäsarius irrig mit 503) und Pdtigny II. 490 f. H. 1. Die von Binding-1. 191 f. als wahrscheinlich angenommene Sympathie des Cäsarius und

der Catholischeu von Arles mit Annexionsgelüsten der (arianischen) Bur-

gundionen ist sehr unwahrscheinlich.