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Zweiter Band.
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Theile der Aquitanica I ist um so weniger zu denken, daselbst Viviors in der westrhodanischen Viennensis noch um 496Alarich gehörte (S. 196 K. 2); auch nahm Loonicus, episcopusGabalüm, durch den Diaconns Optimus vertreten, am west-gothischen Concile von Agde im J. 506 Theil f Und wenngleich später, infolge des fränkisch - westgothischen Krieges(507 u. ff.), die westrhodanische Yiennensis wieder an dieBurgundionen kam, so gingen doch damals die genanntenTheile der Aquitanica 1 mit der ganzen Provinz an die Prankenüber (S. 242), so dass am fränkischen Concile zu Orleans imJ. 511 die Bischöfe beider Aquitanien Theil nahmen 1 2 . DieBurgundionen aber besassen westlich der untern Rhone, ab-wärts von Yalence, nur das zur Yiennensis gehörige Gebiet derHelvier. Der Cosmograph von Ravenna mengt also auchhier ältere Territorialbestände Burgundiens mit späteren 3 .

Burgundionischer Streifzug nach Brioude u. s. w.(nach 483).

Fach Obigem ist Folgendes, was Gregor von Tours 4erzählt, historisch schwer einzuordnen: ein starker HaufeBurgundionen habe nemlich einst den Brivatensis vicus (Bri-oude, südöstlich von Clermont, links am obern Allier) über-fallen, die Einwohner gefangen genommen und die Gefasseder Kirche des h. Julianus geraubt, sei dann über den Fluss(Allier) gezogen und habe sich angeschickt, die männlicheLandbevölkerung zu tödten, die übrige durch das Loos untersich zu theilen. Da aber habe ein Wunderzeichen denKlausner Hillidius 5 aus der östlich vom Allier gelegenen

1) Sirmond CAG. I. 174. ,

2) Harduin AC. II. 1012.

3) Auch SprunerHGHA. Taf. 3 : Europa im Anfänge des 6. Jahrhunderts,gibt ein unstatthaftes Mittelding von Tcrritorialbeständen Burgundiens,indem er zum Gebiete der Helvier das östliche Ende des pagus Gabalitanushinzunimmt; überdies zieht er die Grenze Burgundiens am rechten Bhone-ufer zu weit südlich hinab bis in die Avignon gegenüber liegende Gegend.

4) Mir. Mart. II, 7. 8. Bei Binding I. 74 N. 298 sind nach direptodie Worte ministerio sacrosancto ausgefallen.

5) Er ist nicht zu verwechseln mit dem S. Illidius, Bischof von Cler-mont, über welchen Greg. Tur. Y. P. c. 2 und die Zusätze zu Usuard