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Zweiter Band.
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liclicr in einer obern Rheingegend gegen Chlodwig verloren,westlich vom Oberrhein, nenilich im Eisass und in dom nichträtischen Theile der Schweiz, sowie jenseits des Rheins bisgegen Rätien hin, seine Unabhängigkeit verloren hatte undseit 536 infolge der ostgothischen Abtretung von Rätien,woselbst nach 496 die schon ansässigen Alamannen, ver-mehrt durch flüchtige Besiegte, sich ostgothischem Schutzeunterstellten, vollständig unter fränkische Herrschaft gekom-men war 1 . Der Unterschied von den früheren, freien Zu-

ll Quellen für die alemannische Niederlage von 496 sind Greg. Tur.HFr. II, 30, Gesta Fr. c. 15 und Fredegar IlFr. epit. c. 21, der dievöllige Unterwerfung der Alamannen erst nach 9 Jahren geschehen lässt.Nach Valesius Rfr. Y. 258 f., NG. S. 556 und I.ccointc a. 496, IV,wurde sonst zur Erläuterung der örtlich unbestimmten Angabe Gregorsa. O. der von ihm II, 37 erwähnte Kampf apud Tulbiacense oppidum her-beigezogen, dieses, verglichen mit Taeitus Hist. IV, 79 Tolbiacum in fini-hus Agrippiuensium und Itinerar. Antonini S. 373 Wessel., wo zweifellosZülpich zwischen Bonn und Jülich gemeint ist, auf jenen Ort bezogen unddanach der Kampfplatz dorthin verlegt Weil jedoch in der Vita S. Ve-dasti bei Du Chesne SS. HFr. I. 523 Chlodwig, von dem am Rhein erfoch-tenen Siege über die Alamannen in sein Gebiet (patria) eilig heimkehrend,nach Tullum (Toul) kommt, wo er den h. Vedastus antrifft, und von danach Rheims gelangt, so glaubten Einige die Schlacht bei Strassburggeliefert. (Rninart zu Greg. Tur. HFr. II, 37 S. 94 mit Berufung aufIlenschen; Grandidier Hist, de l’Egl. de Strasb. I. 154, hiefür citiert vonJvMüller I. 95 N. 81, übrigens mit dem Bemerken: „Tolbiacum nachden Meisten Zülpich.“) Unter den Neueren begnügen sich Einige, dasSchlachtfeld an den Oberrhein zu verlegen (Zeuss S. 322, Stalin I. 148f.N. 5, Giesebrecht zu Greg. Tur. HFr. II, 30 Uebs. .1. 89 N. 2 und Jung-hans S. 40 = GMeyer in ZAM. XVIII, 3. 99 = 11 N. 1), währendAndere, unglücklich genug, Tulbiacense oppidum bei Greg. Tur. a. 0. inTulliacense o. ändern und auf Toni, Tullum in Vit. S. Vcdasti a. 0. undbei Aimoin GFr. I, 16, beziehen möchten. (Gagern II. 832 N. 82 imWiderspruche mit If. 454; Türk III, 98; Zöpfl I. 42 N. 20. I. 75 N. 24und Daguet S. 34, der geradezu behauptet, a Toul cn Lorraine, et nonä Tolhiac. seien die Nordalamannen besiegt worden.) Ausführlich fürZülpich (gegen Junghans a. 0.) spricht Bornhak S. 209 ff. N. 2, der dieUnterwerfung auf Nordalamannien beschränkt, Eisass und Südalamannienerst an Theodebert durch Vitigis erst abgetreten glaubt (s. unt.), wogegenschon Schöpflin S. 207 die Unterwerfung der Alamannen im Eisass alsnächste Folge der Niederlage von 496 richtig betrachtet. Bfahler S. 323berührt obige Streitfrage, schreibt aber falsch Modestus statt Vedastus