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Zweiter Band.
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Emblemen und Inschriften versehene Zierratho erhoben hat(1. 224 N.). Weitere Merkmale hierseitiger burgundionischerAnsiedlung sind: was die Bevölkerung selbst betrifft, diehohe Statur der Montagnards (I. 60) und das urkundlicheVorkommen germanischer Geschlechtsnamen (I. 202); wasOrtsnamen anbclangt, gern anisch-patronymische Bestandteilevon solchen, die auf enges (ingen) ausgehen 1 ; die auf eyendigenden Namen 2 3 ; diejenigen, welche aus germanischenWorten einfach oder zusammengesetzt bestehen; endlichsolche, die geradezu auf die Burgundionen hinweisen, wieBourguignon und Faramans s . Rückschlüsse auf die Burgun-dionenzeit, die man aus Kechtsgewohnhoiten und Localinsti-tutionen der Franche-Comte zu ziehen versucht hat, sindunsicher, z. Thl. sogar trügerisch 4 . — Das nachmalige Her-zogthum Burgund, so ziemlich die heutigen DepartementeSaöne-Loire, Cote-d’Or, Yonne und Ain befassend und inOber- und Niederburgund (Haute-Bourgogne und Basse-B.)cingetheilt, bestund mit Hinzunahme von la Montagne, sowiedes Brionnais, Auxois und Auxerrois, aus Landschaften, derenStädte sammt ihren Gebieten mit der Lugdunensis I an dieBurgundionen gekommen waren, nemlich aus dem Dijonnais(Dijon Residenz), Chälonnais, Autunois und Mäconnais (incl.Charollais); dazu kamen als südwestliche Tlieile der ehemali-gen Maxima Sequanorum die nicht in Chälonnais begriffenesogen, savoiischc Hälfte der Bresse (worin Bourg mit Dombesund südlich die Landschaft Bugey) 5 , das Val-Romey undöstlich vom Jura Gex 6 . — Obwohl im Mittelalter nicht zum

1) Gingins S. 227 N. 40.

2) Gingins a. 0.

3) Gingins a. 0. u. S. 227; specicll über Faramans I. 452 N. 2. Die Ab-leitung der Durgundionen von Burgen wiederholend, stellt Cognatus Bur-gundiae superioris, doscr., Bas. 1552, S. 61 die lächerliche Behauptungnnf, Bourg boi Nozcroy sei der einzige Ort in Burgund, der seinen altenNamen behalten habe; bei den übrigen Städten erscheine derselbe nur nochin der Unterscheidung von burgus superior und inferior.

4) Solcho bei Gingins S. 219 ff.

5) Ueber die zweitheilige Bresse s. Valesius KG. S. 96 und Gucrardim AH. 1837 S. 77.

6) Gudrard im AH. 1837 S. 76.