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wäre I . Auch musste die fränkische Oberherrschaft, unterwelche die Alamannen hierseits schon im J. 49G gekommen,sowie die Nachbarschaft der Burgundionen und kranken, demChristenthume ebenfalls förderlich sein 2 . So findet man dennschon in der ersten Itedaction der Lex Alamannorum, magdieselbe vom Theoderich (511—534) oder von Chlotar 1(555— 5G1 König in Austrasien) herrühren, die christlicheKirche und ihre Vorsteher, die Bischöfe, das Kirchenrecht
1) Gelpke I. 211 f. 288. 291. 306 und Schmitt 1. 143. Was diechristliche Mission unter den Alamannen betrifft, lässt Lecointe a. 509,n. 6 — 8, verleitet durch Balther, den Verfasser der Vita S. Fridolini, die-sen Heiligen Seckingen in Bui'gundien stiften und durch König Sigismundbegünstigt werden (sic). Zu Gunsten der Fridolins - Legende und für dieeatholisclie Mission bei den Alamannen missbraucht Lütolf S. 281 N. 2die Stelle bei Avitus Ep. 41 (Chlodoveco regi), wo unter den ultcrio-res gentes zunächst die noch heidnischen Nordfranken, nicht die Ala-mannen, wie Lütolf glaubt, zu verstehen sind. (Lütolf S. 283 denkt sichsogar die Möglichkeit, dass Fridolin nach Burgundien gezogen sei, umhier im Interesse Chlodwigs den Arianismus zu bekämpfen, wonach alsoFridolin eine Art politisch - kirchlicher Emissär gewesen wäre!) Einseitigist es, wenn JvMüller I. 94 mit Berufung auf Lex Alam. cap. 9 n. 54sagt, die Alamannen seien den Göttern ihrer Väter treu geblieben, undwenn Vögelin-Escher I. 11 dieselben schlechtweg Heiden bleiben lässt.Anderseits ist es ein grober Irrtbum und offenbare Verwechslung mit denFranken, wenn Baquol - Schnitzler II. Tabl. 42 z. J. 496 bemerkt: lesAlemans embrassent le Christianisme.
2) Schon Tschudi im ASG. IV. 172 urtheilt richtig, Chlodwig habezwar die besiegten Alamannen bei ihrem heidnischen Glauben belassen,dem sie nach mehr als 100 Jahren theilweise noch angehangen hätten,wie die Geschichte der Heiligen Columban und Gallus beweise; doch seimit Rücksicht auf die christliche Oberherrschaft der Frankenkönige Nie-mandem verwehrt gewesen, als Christ unter ihnen zu wohnen und einChrist zu werden. Stalin I. 163 f. nimmt an, dass, obschon die Haupt-masse der Alamannen um 536 noch heidnisch gewesen sei, doch schonEinzebie unter ihnen durch den Einfluss der benachbarten Burgundionenund Franken das Christenthum angenommen hätten, und or erklärt darausdie Thatsache, dass schon im J. 517 aus Vindonissa ein Bischof am bur-gundionischen Concile zu Epao, im J. 535 sein Nachfolger (Grammatius)am fränkischen zu Clermont sich eiugefunden hat. (Harduin AC. 11.1183;vgl. Lütolf S. 288, welcher den Grammatius auch an den in den Jahren541 und 549 zu Orleans gehaltenen Concilon naebweist.)
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