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zu Alamannien zählen? Es war dies leicht möglich, wenn zuseiner Zeit, da die Unterscheidung zwischen dom cisjurani-schen und dem transjuranischen Burgundien ncch nicht üblichwar, die Schweiz a potiori Alamannien benannt und das trans-ju ramsche Burgundicn in diesem mit begriffen wurde 1 . Zudieser politisch-geographischen Namens- und Begriffsverwir-rung mag die im Mittelalter so beliebte Ableitung des Namensder Alemannen (Alamannen) vom Loman das Ihrige beigetra-gen haben 2 .
Nach Obigem ist es durchaus unthunlich, eine Stello derVita S. Eugendi, wo mit Bezug auf das Kloster Condatis-cone (St. - Claude) von Streifereien „ benachbarter Alamannen “die Bede ist, welche die Gegend zwischen dort und Salinsunsicher machten, mit der Nachricht Gregors über die Grün-dung eines Klosters in Alamannien (Bomainmotier) in demSinne zu combinicren, dass mit dieser Stiftung die Sittigungder nahen Feinde sei beabsichtigt gewesen 3 . • >
1) Sinner I. 269. 274 und Gingins in MDE. III, 2. 812, der N. 1
urkundlich nachweist, dass der Name Alemannien noch im 14. Jahrh.missbräuchlich auf das Waadtland angewendet wurde. . .
2) Uebor diese Ableitung, welche zuerst'bei Scrvius vorkommt und
noch einen Valesius, sowie andere Gelehrte täuschte, obwohl schon Jul.Caes. Scaliger Epist. et Orat., Hanoviae 1612, S. 320 dieselbe als Gram-maticorum nugac verworfen hat, s. I. 293 N. 1 — 4, wo Liitolf S. 187beizufügen. Sie erscheint auch bei Gervasius Tilb. Ot. imp. in LeibnizSS. Rbr. II. 764 : Alemania a flumine (sic) Lemano, undc Lucanus: iteu-loniä terra Lemanno (Verhunzung von I. 396 — tentoria fixa Lemano).Hei Gregor. Tur. aa. 00. hat die Ascensiana v. 1512 wenigstens an ersterStelle Alemanniamque für Alamanniamque. ... ■
3) Diese Combination bei Lütolf S. 256 f. In der betreffenden'Stelleder Vita c. 17 in AA. SS. Boll. Jan. I. 53 heisst es: (die Mönche vonCondatisconc) dum diros metuunt ac vicinos Alamannorum inoursns . . . elimite Tyrrheni maris potius, quam do vicinis Hericnsium loeis , coctiledecernunt petere sal. Falsche Deutungen hei Mabillon AA. SS.. 0. B. 1.574 Not.: Alamanni s. v. a. Franci, sonst Germani; Her. loci s. v, a.Ileriensis insula, l’Islo de Nermontier in der Bretagne. Pagi a. 435,XXXIX, pflichtet der Ortsbestimmung bei, nimmt aber Alamanni buch-stäblich und findet in der Stelle eine Bestätigung davon, dass .Alamannenim innern Gallien, jenseits der Loire gewohnt haben, was auch aus Con-stantius Vita S. Germani hervorgehe ; dawider I. 507 f. Lütolf a. 0. verwirft