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Zweiter Band.
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dass noch bei F redegar in der Erzählung eines Ereignisses «

vom J. 611 der pagus Aventicensis Ultra -Iuranus und das

von den Vandalon, den Genossen der Kurgundionen (Plantin S. 313); vonIVala s. v. a. der Gallo-Körner, im Gcgensatzo zum Germanen (RuchatKiss. s. les nonis des lieux de la Suisse S. 137 , Bochat I, 215, SinnerU. 192 und Vulliemin S. 113 = KW. I. 11), besser von Wald, bei Gin-gins S. 241 und Gatschet OEF. I. 93 f. — Was dem Pagus Uchtlandiacbetrifft, so taucht erst im J. 1082 ein pagus Ohtlanden in der obernSaanegcgend auf (JvMüller I. 348 N. 164 vgl. I. 318 N. 33; ForclS. 104 f.); mit den späteren Namen Octlandia, Ochtlanden, Uechtlaudwird die Gegend um Freiburg, Murten (Ueehtsce = Murtensec) und bisKern bezeichnet. Noch Alb. do Bonstetten Descr. Helvetiac in ZAM.III, 1 S. 9 schreibt richtig und ohne historische Deutelei Uechtlandia,dehnt den Namen auf die gcsammte Umgegend von Bern aus und identi-liciert ihn mit dem der Burgundia minor. Nach dem Vorgänge von Rhe-nanus I. 108 f. schreiben dagegen Autoren des 16. und 17. Jahrh. Nuith-landia, Nuchtlandia und bringen in der fälschlich so benannten Gegend,welche die Westschweiz befassen soll, die Nuithonen, bei Taeitus Germ,e. 40 eine Völkerschaft in der Gegend von Rügen, als oine vermeintlicheAbtheilung der Burgundionen untor. Phil, de la Mare schrieb, laut seinemHistoricorum Burguudiac Conspectus S. 37, De Nuithonum Germaniacpopulorum (populi?) transfusa in Burgundiam colonia. Gollut I, 1 col.4 schreibt Nunctlande für Nuchtland (richtig: Uchtland, wie Duvemoycol. 1709 bemerkt, dem der Namensursprung ungewiss); ebend. II, 3 col.97 rechnet zu Burgundien das Land der Sequaner et la Nunctlande; III,2 col. 276 macht er die Nuithonen unter dem Namen Nunctlandaiszu Verbündeten der Burgundionen bei ihrer Niederlassung im Sequanischen.Plantin S. 313 u. A. schreiben Rhenanus ebenfalls nach. Siehe jedochBelloguet S. 98 f. und Jahn KB. S. 281. Schon Füsslin II. 61 f.verwirft mit gutem Grunde die Ansicht des Rhenanus; er erwähnt diegezwungene Wild’schc Ableitung von Auchtland (Land um Avenches) undbilligt die Deutung Guillimanns auf ödes und entvölkertes Land, ohne dieMotivierung anzunehmen, wonach Vespasian den pagus Aventicensis durchAushebungen zum jüdischen Kriege entvölkert hätte. Dass JvMüller daslurense desertum bei Gregor von Tours auf Uechtland im vermeintlichenSinne von Oedland missdeutet, ist schon bemerkt (S. 385 N. 3). NachGingins S. 246 f., welchem Jahn a. 0. u. Chron. KB. S. 672 noch folgt,wäre Uecht in Uechtland das ahd. uotha, Morgendämmerung, und würde«o die betreffende Gegend von den Burgundionen als Ostland bezeichnetWorden sein. Diese Ableitung ist aber schon aus dem Grunde zu verwer-ten, weil das Uechtland nicht die östlichste Gegend Burgundiens in derSchweiz gewesen. Mone II. 130 denkt bei Uechtland gar an das wälschcuch, oben, höher, wonach Uechtland s. v. a. Oberland wäre. GatschetOEF. I. 6 f. glaubt, der Name Uechtland, ursprünglich Oechtland, sei

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