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Ein solcher Blick war stets den Weisen überlegen,Ein Blick entrnnzelt daS Gesicht,

Der Fromme sündigt seinetwegen,

Schielt über Cubach weg und spricht:

Ach! wär' kein Mädchen auf der Erden,

Wir würden Alle selig werden!

IV.

Der Frohsinn.

Mag die Weisheit immerUnsre Mahle weih'n —

Ader laßt unS nimmerZu vernünftig sein.

Zuviel Weisheit machteMancken kalten Tropf,

Doch kein Froher lachteEich um Herz und Kopf.

Der Frohsinn oder die Munterkeit des Geistes, der Seele undder Einbildungskraft bildet den Uebergang vom körperlichen zum geistigenLachen. Die Munterkeit des Geistes scheint mehr für Andere, die derSeele mehr für uns selbst gemacht zu sein, und die der Einbildungs-kraft bildet wohl die Komiker selbst. Duclos eilt nackend aus demFlußbade, um einer gefallenen Dame aufzuhelfen, sich entschuldigend,daß er keine — Handschuhe anhabe; ein Weinbauer, dessen Zwiebel-karren von der Fähre in den Fluß fällt, ruft: „Die größte Zwiebel-suppe, die ich je gesehen habe!" und ein Krautbaner, der seinen Wagenumwirft und die Kranthäuptcr den Berg hinabrollcn sieht, lacht ihnennach: „Viel Köpfe, viel Sinne!" Das ist der Frohsinn, den unsereAlten nannten „Vertrauen auf Gott."

Sein Gegenstück, der Murrsinn, ist ein revolutionärer Zustandgegen Mutter Natur, und Frohsinn noch lange kein Leichtsinn, dessenMotto ist: „Sorget nicht für ungelegte Eier!" und auch nicht Frivo-lität, wie steife Ehrbarkeitspedanten diese Göttergabe (gaiotö) * zu

' Oraooioli äs In llniotS — Ilnvlov rriumxtl ok ^«inxor, in sechs Gesängen,(beide übersetzt) und Schelle »om Frohsinn erschbpsen lange nicht den schönen Gegenstand,der eine beredtere Feder verdiente, als die ihrige und auch die meinige ist. Jean Paul