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verlangte, daß der Erzieher der spaßhafteste Mann im ganzen, Hausesein solle, da Lustigkeit den Kleinen alle Felder des Wissens zu Zucker-feldern mache. Bei diesen vielleicht zu liberalen Grundsätzen der Er-ziehung fiele denn das Kichern oder verhaltene Lachen, was meineSchulzeit qualvoll machte, von selbst weg; in Gesellschaften aber wer-den freilich solche Fehlgeburten nie mangeln, wohl aber im gestandenenAlter die Zuckerfclder.
Der alte Bourbon, der nie etwas von Basedow, Kant und JeanPaul gelesen haben kaun, fing die Erziehung zum Frohsinn noch früheran und bat seine Fran, während des Gebarens zn singen, damit sieihm keinen Greiuer mache; sie sang also: „Xotro v»ms «tu baut <luxont, «iüeü moi ä evtts Iivurv," ' und gebar Heinrich IV., den froh-sinnigsten und königlichsten unter den Königen Frankreichs. Ich binaus Erfahrung überzeugt, daß dem Schooße einer frohsinnigcn geisti-gen Mutter und den Armen einer lustigen Wärterin Menschen mitguter Laune entschlüpfen. Mürrische Blicke der Mutter, die die Kin-der gleichsam fragen: was willst du in diesem Jammerthale? Drohenund Keifen einer griesgrämigen Wärterin und vollends gar die patriapotsstas, > die gleich nach Stock und Ruthe greift, bringen die Kinderschon im ersten Jahre um allen Frohsinn.
Sicher liegt die Wahrheit eher auf der frohen Seite, als auf derfinsterer Moralisten und Theologen (die leider einst fast ausschließlichErzieher sein wollten), und solche vcrsiustcrtc Rnnzelstiruen, die dieWelt in ein In Mapps ° umgestalten wollten, fanden sich genug auchaußer den Klosterschulen. Was ist Moral? Die vernünftige Anwci-sung zum weisen Genuß der Gegenwart. Was ist Theologie? — Ichbitte mir die Antwort zu schenken. Selbst die Oberflächlichkeit unsererZeit und die Eitelkeit der Eltern mischt sich ein; man will dem lautenKnaben und dem hüpfenden Mädchen den Ernst des Anstandcs einprä-gen, die Natur soll früher reifen, um sie von gemeinen Naturen znunterscheiden, und dadurch wird aller gerade Sinn und die Grundlagedes Frohsinns zertrümmert. Daher so viele pedantische und grämlicheMänner, so viele reizbare hysterisch-grämliche Frauen, die in der Kind-heit für Wunder galten, wie der Wuudcrknabc Baraticr, der schon imzweiten Jahre lesen konnte, im vierzehnten Magister und im neunzehn-ten Jahre todt war. Einimpfen kann die Erziehung den Frohsinnnicht, wohl aber ersticken.
1 Unsere Frau vorn End' der Brücke (wo ihre Kirche in Pari- liegt) hilf mir zu dieserStunde! — ^ Väterliche Gewalt. — s Der Orden der strengsten Regel.