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Veredlung, die Mensch und Thier unterscheidet. Man Ivill von Schön-heit des Körpers auf Schönheit der Seele schließen; aber dieser Schlußist lange nicht so richtig, als der von Festigkeit und Gesundheit desKörpers auf feste Grundsätze und Gesundheit der Seele, wenigstensreicht jene die Möglichkeit zur letztern.
I,s ckiöto äss aliinons nons ronck I» santü <lu oorps, ot eolls ckesIiommss la trunguiltitL äs I'anis, ' sagt mein lieber St. Pierre, unddie Griechen fingen nicht umsonst ihre Briefe mit « an, undnicht umsonst schloffen die Römer die ihrigen mit vals. ° Der so ernsteTacitus sagt im Dialog äs oratoribus (wenn er anders von ihm ist):ktirum ost segrum non osss; kortvm, Iwtum st alaeroin volo; propsabest aü intirmitats, in chuo sola ssnitas lauäntur. ^ Die berühmteArzneischnle von Salcrno hat Recht:
8! tidi deffeinnt mediei, mediei lid!
Hase tritt: meiis lr!inri3, re^uies, moderata diasta; ^
und der Erlangcr Arzt Velins, der sehr munter war und von denMitteln zur Fröhlichkeit schrieb, schätzte mehr, als der Araber gcwürz-rciche Latwerge — einen guten Wein.
Thätigkeit ist die zweite Bedingung des Frohsinns. Unter Allen,die Freude suchen, kann nur der Thätige rufen: „Ich habe sie gefun-den!" und am Ende jedes glücklich vollbrachten Geschäfts steht ihrTempel. Die Kunst, vergnügt zu sein, der wahre Stein der Weisen,besteht in kluger Mischung angenehmer Empfindungen. Ueberhäuftman sich mit Genüssen, gleichviel sinnlicher oder geistiger Art, so folgtErmattung. Der Mensch soll sich nicht bloß vergnügen, er soll auchnützen, und selbst aus treuer Erfüllung unserer Pflicht fließt die reinsteFreude. Geschäfte, die verdrießlich sind oder mit unserer Neigungnicht harmonircn, versüßt der Gedanke: „Es ist einmal deine Pflicht,"und dieser Gedanke ist nach Asmns, ein Stern auf bloßer Brust, dieandern sitzen nur am Lätze. Selbst unsere Leiden, als höhere Schickun-gen und Mittel zur Besserung, lassen sich von dieser Seite betrachten
-° d. h. nur fallend lernen wir gehen.
Kleine Leiden setzen uns außer uns, große in uns, und diese beste Welt
t DiLt in Betreff der Lebensrnittel gibt uns die Gesundheit des Körpers, in Betreffder Menschen die Ruhe der Seele. — r Sei gesund. — » Bleibe gesund. — 4 Nicht kranksein, genügt durchaus nicht; wacker, lustig, froh soll der Mensch sein; wo man nur dasWohlbefinden zu rühmen weiß, da ist die Kränklichkeit nicht ferne.
6 Fehlen dir Aerzte, so mögen die drei als Aerzte dir gelten:
Rübe, heiterer Sinn und Diät, die mäßig und recht ist.
« Leiden sind Lehren.