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so

scheint darum so unvollkommen, weil wir uns in ihr bilden, ent-wickeln, vervollkommnen, moralische Menschen werden sollen, wozu ein-mal unangenehme Empfindungen, Arbeit, widrige Verhältnisse, Unglückrc. gehören, wie Dornen an den Roscnstock. Peter erscheint mir groß,da er seiner Kathinka einen im Schweiß seines Angesichts verdientenRubel und Käs überreicht: „Siehe, ich hätte dich ernähren wollen,wenn ich auch nicht Kaiser wäre!" Knigge's Herr von Miltenburgtritt mit dem Grundsatz in die Welt: „Wer redlich und weise handelt,ist glücklich," und findet sich schrecklich getauscht; zuletzt sieht er, daßnur innere Glückseligkeit unabhängig macht von Menschen und Schick-sal, die Niemand rauben kann.

Warmer Antheil an Andern — eine in unserer Zeit immer sel-tener werdende Eigenschaft — ist das dritte Mittel zum Frohsinn,warmer Antheil, nicht bloß beim vollen Becher der Freude, sondernauch, wenn vor des Nachbars Haus die Bahre steht; aus zwei Uebeln,die Einer dem Andern bekennt, fließt oft Trost. Wir feiern unsernGeburtstag, der Frohsinn hat L65 solcher Tage im Jahr, und jederTag ist der Geburtstag von wenigstens 1440 Menschen. Gleichgültig-keit aus Phlegma oder Stumpfsinn nimmt oft den Schein von Zufrie-denheit und Ruhe an, aber mit Kalte ohne angenehme Empfindungder Heiterkeit; nur der, dessen Herz schneller schlägt beim Anblick desFreundes und der Geliebten, beim Anblick der Natur und Kunst undeiner schönen edlen Handlung, nur der hat Anlage zur Heiterkeit. Wer-keln reines Gewissen hat, den flieht jene stille innere Heiterkeit, diewie ein unbewölkter Sonnenblick der Seele zurückstrahlt auf das Aenßcrc,und wiedertöut beim ersten Strahle der Morgcnsvuue, wie MemnonsBildsäule; eine gute Handlung ist zwar häufig ä kouck porckn,- dochnicht immer. Sarassa's „Knust, stets fröhlich zu sein," dreht sich all-zu theologisch lediglich »m den Glauben an die Vorsehung; aber wermöchte läugnen, daß dieser Glaube bei der Menge ein Hülfsmittelwerden kann, besser als alle Philosophie? Aber nichts geht über dasGefühl, Andern aus der Noth geholfen zu haben. Jack Spleen willsich lcbenssatt in einem Gasthnusc erschießen, der Kellner Jakob insWasser stürzen, weil ihm der Wirth sein Mädchen Therese nicht gebenwill, der Wirth selbst soll ausgepfändet werden — Jack Spleen schafftfür Alles Rath und rüst: „Gut, daß ich mich gestern nicht erschossenhabe!"

Das hohe stoische porkor ot obäura, 2 und das, was Scxtus, die

1 Verlorene» Kaxilal. — r Trage und daure «uS.