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cr nicht dafür sorge, seine Dickhcit abzulegen. Cäsar hatte nicht Un-recht, als man Dolabella und Antonius anschwärzen wollte, zn sagen:„Diese Fetten fürchte ich nicht, weit eher jene blaffen, magern Leute,auf Brutus und Cassius deutend, und so dachte auch Philipp >l. vondem hagern und blassen Wilhelm von Oranicn. Der finstere CensorCato, der bloße Bäuche für unnütze Körper hielt, ging so weit, denDicken das Pferd zn nehmen, das sie so gut brauchen können und auchbrauchen, wie ich in der österreichischen Kavallerie gelernt habe, siemüßten denn so dick werden, daß sie das Gleichgewicht nicht mehr zuhalten vermögen. Auf dem Cap gewöhnt man selbst Ochsen, daß sietrottiren und galoppircn wie Pferde; aber find denn unsere dicken odergar schweren Kürassiers, wie das Regiment Herzog Albert hatte —Ochsen? Ich sah zn Wien den Einmarsch eines Kavallerieregiments,dessen Oberst und Oberstlieutenant sogleich dem Erzherzog Karl auf-warten wollten; einer rief eiue Remise herbei, aber beide hatten nichtPlatz, alle Zuschauer brachen in lautes Gelächter aus, und beide —lachten mit.
Fast alle großen Lacher, die ich kennen lernte, waren wohl be-baucht, keiner hatte unter ^ Ccntncr Schmeer, und alle lachten überdie Behauptung, daß die Zunahme des Fettes eigentlich auf Abnahmeunseres Leichnams deute, folglich Gratulationen darüber albern seien;alle bezogen sich auf llnzers Satz, daß lange hagere Menschen kürzerleben, als kurze und dicke, und lachten abermals. Der dickste vonihnen, ein Laudpfarrcr, der über Unzer am meisten lachte, weil cr alsGegenmittel Holzspaltcn des Tags über und Nachts Mathcniatik em-pfiehlt, um mit a—b die Fettigkeit zu vertreiben, berief sich gar auf denletzten unter den zwölf kleinen Propheten, Maleachi (zn meiner Schandehatte ich, der ich recht bibelfest zu sein glaubte, den Ehrenmann reinvergessen), der Allen, die den Namen Zebaoth fürchten, die Sonne derGerechtigkeit verheißt und Heil mnter ihren Flügeln, und daß sie sollenaus- und eingehen und fett werden wie die Mastkälber.
Dieser Kapitaltcxt mag die Ordcnsstiftcr veranlaßt haben, aufdas Mästen ihrer Hcerde um so eher hinzuarbeiten, weil Fcttheit sanfterund gelassener macht, wie Oel die Mecreswogen; Fett ist auch derbeste Pelz gegen Kälte, vorzüglich bei den nächtlichen Hora's, Zeichenvon Wohlbehagen und schon zeitlicher Glückseligkeit, Merkmale derwahren Kirche. Körperruhe mästet nicht minder, wie wir an Gänsenund selbst an Gefangenen sehen, und daher liebt die Kirche Ruhe undDunkelheit, die gleichfalls dem Mastgcflügcl zuträglich ist. Fleisch