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lernen. Es ist eine Fabel, daß sich der Vielfraß zwischen zwei Bäumedränge bei Ueberladnng des Magens; auch soll die Wcindrossel, wennman sie mit der Flinte ängstet, vor Fett aufplatzen. In Klöstern warbeides unnöthig. Es scheint, von Mönchen hat auch mancher prote-stantische Diener des Worts gelernt, und noch mehr die Civildicner,da man sprüchwörtlich einen stattlichen Bauch Amtmanns-, Bürger-meister-, Schnlzenbanch zu nennen pflegt. Mit ihnen dürfen sich dieWirthsbäuche messen, Bacchus selbst wird ja nie anders, denn als eindicker Junge gemalt, und der gemeine Mann scheint auch zu Dickenmehr Zutrauen zu haben — Corpulenz erzeugt Reverenz.

In der That, der Staat sollte mehr Rücksicht auf Dicke bei Be-setzung der Stellen nehmen, denn ein Mann von zlvei Ceutnern sporcohat doch ein ganz anderes Ansehen als ein Schneider von sechzig Pfund,verwendet offenbar mehr auf seine Kultur als ein Kartoffelfrcsscr, undhat selbst die Prüsumtion einer gewissen Ehrlichkeit für sich, da manohne ein gut Gewissen nicht ruhig, folglich auch nicht fett ist, undwas die Hauptsache sein möchte, von der Friederich auch überzeugt war,ein Fetter ist fett, ein Magerer will es erst werden. Schade nurdaß die ihnen eigene Gutmüthigkeit und Ruheliebe so gerne Egoistenmacht mit dem Motto: ckuinmoäo nobis beno, > d. h. selber essen machtfett, und daß ihre Kraft nach den Gesetzen der Mechanik mehr todt alslebendig und eine Last ist. Um sie in Bewegung zu setzen, brauchtes Maschinen, die Geld kosten, und mehr nntcrschlächtige als ober-schlächtige Wasserräder, denn bloße Windflügcl bringen so schwere Ma-schinen gar nicht in Bewegung. Vormals war es eines der größtenFeste, wenn der Großmogul gewogen und einige Pfund schwerer be-funden wurde als das vorige Jahr, und in Sina ist noch heute einDickbauch so gut Zeichen eines Vornehmen, als lauge Nagel und gelbeFarbe; den Drachen wollen wir weglassen. Unsere Sitten sind ver-schieden, sonst hätte Jean Pauls Waisenhauspredigcr Süptiz nicht sogejammert, als er sich den Ehering mußte abfeilen wegen Dicke seinerFinger, und die Kanzel weiter machen lassen, die ihm wie der Ring,zumal bei heftigen Nutzanwendungen am Ende der Predigt, zu engeward, und jener physische Kaminfeger mußte gar sein Amt niederlegen,weil ihn kein Schornstein mehr faßte.

Nikolai's dickem Mann verdanken wir die Abbildungen derHäupter der Dicken: Thcrsitcs, Sancho Pansa, Falstaff, Perez, D.Slop, der Trommelschläger, der Dicke aus Otahaili und sein eigener

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