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unserem Lebenswege doch mehr Glück und Freude erscheine, als Elendund Unglück?
Zähl' alle Leiden, gutes Herz,
Und alle deine Lebenslage.
Nicht jeder hatte seine Plage;
Kommt Wohl auf jeden Tag ein Schmerz?
Und wie leicht und wohl ist einem nicht nach überstandcnem Unheil,wäre es auch nur angenblicklichcr Wadenkrampf? so leicht wie demOtzerntänzer, der seine schweren Holzschnhe ausgezogen hat (Virtuosentanzen Abends nur desto leichter, wenn sie solche den ganzen Tag übergetragen haben), oder meinem alten Rektor, wenn er Perrückc, Mantelund Uebcrschlag mit dem Nacbtwamms, der Nachtmütze und dem Pfeif-chen vertauschen konnte. Und kennt der Glückliche das süße Gefühldes Mitlcidcns? Kluge Bettler betteln lieber Vormittags, der leereMagen gibt eher als der volle. Der, der nie auf Heu und Strohoder nie unter dem Schatten eines Baumes und in Ermanglung des-selben den Hut auf dem Gesicht ermattet geschlummert hat, kennt nichtdie Wollust der Rnhe und des Schlafs. Und wie viele Uebel ver-nünfteln wir nicht selbst in das ganz erträgliche Leben hinein; immergeben wir zu viel für unsere Pfeifen, »nd Eldorado ist nur in unsoder unter der Erde. Saadi trauerte einst über Mangel an Schuhen,sah einen Mann ohne Füße und erheiterte sich. Schön Wetter istbesser als garstiges Wetter; aber letzteres immer noch besser als —gar keines mehr, und wer dies denkt, läuft auch heiter unterem Regenweg. Indessen bleibt immer ein Unterschied zwischen Staubregen(Regerl, wie die Wiener sagen) und Platzregen, oder gar Wolkcnbrnch.Unglück ist gesund zum Frühstück, zu Mittag gleichgültig, aber tödt-lich beim Abendessen, sagt ein schottisches Stzrüchwort — xost uubila,Uüoovus I ^
Der Arme kommt, und weiß nicht wie,
Durch Regen — ohne Parablui!
L Nach den Wolken die Sonne.