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daher wir jetzt auch mehr Arme haben, als zur Zeit, wo der Teufelallein sein Wesen trieb. I'aix ot peu!

Was die Vernunft zur Phantasie, das ist Einfachheit zum Lebensge-nuß, ja bei den Bessern besteht Lebensgenuß nur in Einfachheit, in der einhoher moralischer Zauber liegt. Der einfache Mensch ist stets er selbst, undsein ganzer Charakter veredelt sich. Wer kennt die Tiefen des Menschen«clcnds und möchte sich eine Schweigern erlauben? wer Wittwen undWaisen darben sehen, und machte sich nicht Frugalität znr heiligen Pflicht?Eine kleine tägliche Aufopferung, wie viel Thränen vermag sie nicht zutrocknen? Phocion wies die Geschenke König Philipps zurück, wie Cn-rius die der Samniter: „Ich brauche sie nicht." — „Aber deine Kinder?"— „Sind sie mir gleich, so wird sie das Gütchen, das mich zu dieserWürde gebracht hat, ernähren; arten sie aber aus, so will ich ihreUeppigkeit nicht unterstützen." Cornelia zeigte einer Dame, die großeKostbarkeiten auskramte, ihre Kinder, und die beste Ausstattung derTöchter wäre Häuslichkeit — aber wo sind unsere Cornelicn?

Unix ot i>ou! Glücksjägcrci ist die schleichende Mörderin derLebensweisheit und des Besten im Menschen, und von 600,000, dieaus EgYPtcn zogen, sahen nur zwei Canaau. Mendelssohn, bedauert,daß er den Buchhalter eines Reichen machen müsse, d« ihm nicht dasWasser biete, erwiderte: „So ist's gerade recht; ich der Herr und erder Schreiber? ihn wüßte ich nicht zu brauchen." In der Regel istgerade den Besten das Glück am wenigsten günstig; die Perlen bleibenim Schlamme des Meers', aber der Schaum brüstet sich auf seinerOberfläche, und recht gut, daß der gemeine Mann am bescheidenstenist in seinen Wünschen. Jener Baier beschämt die vornehmsten Män-ner und selbst viele Philosophen, dem drei Wünsche verstattet waren;er wünschte sich erstens: „Bier gnua;" zweitens: „Geld gnua;" drittens:„und noch ä bislc Bier!" — Wie zufrieden ist der Vers, den ich1790 auf dem Wege von Basel nach Arlcsheün in meine Schreibtafclübertrug:

Das Hus stvd in GottcS Hand,

Ach! bchüt's vor Fncr und Brand,

Bor Sturm und WasscrSnoth,

Bitt iina Wort, laß sto, wie's stod!

Der Mensch steht, wo er auch steht, in der Mitte des Himmels.Wo ein Mensch litt, wo ihn Unglück in merkwürdiger Gestalt traf,sehen wir Denkmale und Kreuze — Glück und Freude erhalten seltenersolche Denkmale; sollten wir nicht daraus schließen dürfen, daß auf