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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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auch fort — Welle auf Welle — uud alle verlieren sich im SchooßeBater Oceans. Der Ocean wird darum um nichts größer, Alles gehtseinen Gang wie zuvor, eine neue Welt, und der alten wird nichtmehr gedacht — der Mensch steht da, sieht Alles an und nennt esFluß und Ocean. — Solche anschauliche Bilder — Erfahrung — eigeneBetrachtung — lehren mehr als Sencca und Boethius, oder der pe-dantische und unbeständige Lipsius ' in seinem Wcrklein <!e oonstautia.Bloße Lebcnsphilosophie aus Büchern hält nicht Stich!

Lasset uns Freude nehmen, wenn die Gegenwart trüb ist, aus derVergangenheit, und in Erinnerungen heiter werden, die auch schon dcxJüngling aus der frohen Kuabcnzeit hat. Zwei Gedanken trösten stetsden Vernünftigen: die verflossenen besseren Tage und das Grab.

Gott hat mich in guten TagenOft ergötzt;

Sollt ich jetztNicht auch etwas tragen?

Glück täuscht mit leeren Erwartungen, und wir umarmen, wieJxion statt der Juno — nur eine trügerische Wolke. Glück hängt andem Purpurhaar des Nisus, und mit Expectanzcn geht es wie mit der,die der Burggcist von Ranheneck bei österreichisch Baden hat — erwird frei, wenn ein gewisses Pflänzchcn in der Ruine so stark ist, daßMeister Hobel eine Wiege daraus macht, worin der Priester geschaukeltwird, der ihn durch sein Gebet erlöst... Reichthum kann der entbehren,der seine Wünsche nach seinen Mitteln bequemt und Geschmack findetan einfachen Freuden. Arm ist relativ, und wer hat, was er bedarf,ist nicht arm — Bedarf ist wieder relativ, und der Wilde arm, seiter Branntwein und Tabak bedarf, und die Weiber Zucker und Kaffee— Diogenes aber rief, als eine Maus von seinem Brode fraß: „Ichhin reich, ich habe Schmarozer!" Schmarozcrpflauzcn schlingen sich umhohe Stäbe; eine gute Pflanze hilft sich selbst fort und spottet desGlücks, des Vormundes so oft der schlechtesten und dümmsten Teufel!

Es ist wahr, die Abgaben sind schwer; aber unsere Ueppigkeitund Thorheit, unsere Faulheit und Eitelkeit nehmen uns zehnmal mehrab, als der Staat. „Dem Fleißigen," sagt der arme Richard, „gucktder Hunger wohl zur Thüre herein, aber kommt nicht in die Stube.

t Der Philologe Lipsius war zuerst Katholik, dann Protestant, dann wieder Katholik,dann Protestant und wieder Katholik. Außer seinen philologischen Werken war sein Buchüber die Sündhaftigkeit (nach stoischer Philosophie geschrieben) im 17ten Jahrhundert nichtohne Ansehen.