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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Es gibt keinen größer« Segen für den Menschen, als den Fluchdes Paradieses: „Im Schweiß deines Angesichtes sollst du dein Brodessen." Dieser Fluch ist ein wahrer Segen für alle Jmaginations-menschen und Schwärmer, Demagogen »nd Weltnmkehrcr und Ver-liebte, für alle Hypochondrische, Hysteriker und Misanthropen, die sichtäglich mehren, vorzüglich aber für die liebe Jugend, die dem Kampfeder Sinnlichkeit in Unthätigkeit und im Uebcrfluß am leichtesten unter-liegt. Was ist ein Mensch? Die Frage mag Vielen naiv scheinen,noch naiver ist: was ist kein Mensch? Wer seinen innern Menschennicht mit dem äußern in Harmonie setzen mag und bloß genießen will,ist keiner und weniger als Thier, daher Diogenes noch heute Menschensucht, und Seneca noch heute ausrufen kann: Vix guomguain invsnios,<zui possit vivsro aperto ostio! '

Miltons einziger Sohn, schön, reich, gebildet, beliebt und gesucht,lebte so geschwind und genoß so unmäßig, daß ihm fortzuleben ekelte,er ging in ein Bagno, ließ sich ein Dutzend der schönsten Mädchenkommen, und nach einigen Stunden schoß er sich eine Kugel vor denKopf. Friede der Asche meines guten Hauptmanns, der nicht vonKapernanm und nicht von dieser Welt war. Schuldenmachcr, die da-bei noch von Ehre und Achtung fabelten, verabscheute er mehr alsDiebe und Räuber, Schuldenmachcr, die nach dem Degen griffen,wenn ein arnicr Handwerker sie mahnte, als ob man in D. wie aufMalta mit Lcderiiiünze zahle — und von den Schuldenmachcr» insGroße, die nicht nehmen, sondern geben, d. h. Papier, wußte ernichts! Er hatte berechnet, wie viel von seinem Sold auf den Tagkomme, und hatte sonst nichts — der Sold war damals geringer; aberer gab keinen Kreuzer weiter aus, als er berechnet hatte, und ich habediesem alten Franzosen viel zu danken! Von Soldaten kann man über-haupt Genügsamkeit am besten lernen — sie sind dabei in der Rogelheiter — und wer eben so viel hat als der Soldat, und dabei nochNichtsoldat ist, sollte sich schämen, ein Wörtchen zu verlieren. Eswäre gar nicht übel, gewisse Versammlungsorte, vorzüglich auf Uni-versitäten, mit Hogarths liako's progross oder Weg des Liederlichenauszuzieren. Das Wort Taugenichts ist allzubekannt, wir »vollen esin Taugewas umwandeln, und Jünglinge selbst mit bleiernem Ver-stände, die aber studircn mußten, weil Papa und Mama es so wollten,sind schon oft durch eisernen Fleiß noch Taugewas geworden. Icherinnere mich nicht, in Stammbüchern, wo ich so oft das obenerwähnte» Kaum wirst du Jemand finden, ter dei offener Thüre leben kann.