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Köhler sind wenige, und doch ist Häuslichkeit der wahre Weg zurGlückseligkeit, den Püttcr selig anderwärts suchte. Wer sich selbst denBart putzt, ist unabhängiger, als der den geschwätzigen Barbier braucht,wer sich mit kaltem Waffcr rasirt, unabhängiger, als der warmes habenmuß, und wer seinen Bart ganz ungeschoren lassen kann, der aller-unabhängigste. Jener Seifensieder mit der Inschrift:
Alexander war ein großer Held,
Hier gibt's die beste Seife von der Welt!
wird beschämt durch die Wandschrift seines bescheidenen Nachbars:
Help God in Gcnaden,
Hier wird ook Secpe gesaden!
So bringt Tugend Tugend hervor, und indem sie Ruhe in die Brustdes Menschen gießt, umarmt er zugleich froh den Nächsten und übtneue Tugenden. Alle Tugenden lassen sich auf zwei Hauptarten zu-rückführen, eine leidende — die Zufriedenheit, und eine thätige —Wohlwollen in Gedanken, Worten und Werken, so daß man getrostsein Stundcnlied singen kann und enden:
Hcrr, zu enden meine Klage»,
Laß die Uhr doch zwölfe schlagen!
Es lebe die Einfachheit der Alten! Ahmet sie nach, Jünglinge,und ihr werdet selbst in der Befriedigung eurer Bedürfnisse Vergnügenfinden, im Brode, wenn ihr hungrig (hansgebackencs ist billig), imWaffcr, wenn ihr durstig, und Schlaf und Ruhe, wenn ihr müdeseid, wird euch Wonne sein; Tausende gehen aus der Welt, ohne dieseNaturwollüste genossen oder dankbar gefühlt zu haben. — Stürmt es,so singt, was ein Dichter, der kein Hölty war, seinem Liede: EinLeben wie im Paradies rc., interpolirt hat:
Laß regnen, wenn es regnen will,
Laß jedem seinen Lauf;
Denn, wcnn's genug geregnet hat,
So hört's von sclbstcn auf!
Picard und Kotzebue haben die Kleinstädter auf die komische Bühnegebracht; Franzosen finden nichts so schön als ihr Paris, die Deutschennichts so schön, als was ihr Wohnort darbietet, und das ist für ihrLebensglück besser. Man könnte von Großstädtern ein noch weit ko-mischeres Stück liefern, vorzüglich von Residenzlcrn, die sich für Groß-