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ibSätre?" ' Indessen entschädigen diese Komiker, denen der Himmeleine fröhliche Urständ verleihen wolle, für ihr Stillschweigen durchLachen, was die Philosophen von Aristoteles bis Kant und bis herabzn denen, die an die Wand, in Aesthetiken, Journale und gelehrte
Zeitungen P.. nicht thaten. Sie machten sich wohl selbst lächerlich,
indem sie die Empfindungen des Lächerlichen, das so viele Gestaltenannimmt, als es Ungcstalten gibt, und mehr krumme Linien zählt alsdie Mathematik, in die hölzerne Form einer Definition zu zwängensuchten, gleich Campanella, der das Weinen definirt: Spiiituum inoellss oollootiol" Wir werden uns begnügen müssen, diejenige fürdie beste und vollständigste zn halten, welche, wo nicht alle, doch diemeisten Arten des Lächerlichen in sich faßt, und Komus ruft den Phi-losophen zu:
WaS ihr euch, Gelehrte, für Geld nicht erwerbt,
Das hab' ich von meiner Frau Mutter geerbt!
Es geht dem Lächerlichen wie dein Schönen. Die Kröte findet dieKrötin, der Neger die Negerin schön, und der Teufel Hörner, Klauen,Pferdefuß und Schwanz. In der russischen Sprache sind schön undroth gleichbedeutend, und Danicn, die sich schminken, Nürnberger, dieAlles roth malen, und brittischcs Militär sind halbe Russen; selbst dieekelhafte Vcrgleichnng „wie Milch und Blut" müssen Viele so schönfinden, als die österreichischen Farben, weil man sie so häufig hört.Die Macht des Lächerlichen ist übrigens so stark wie die des Schönen,und der alte, dürre, abstrakte 70jährige Kant setzte sich am liebstenneben eine schöne Engländerin und bat sie sogar, sich auf der Seite seinesguten Auges gefälligst niederzulassen. Augcnlust war seine Fleischeslust.
Plato zeigt uns bloß, was das Schöne nicht ist, aber schon St.Angustin findet es in der Einheit; Wolf verwechselt das Schöne mitdem Vergnügen, das es macht, ohne uns zn sagen, ob etwas schönsei, weil es gefällt, oder ob es gefällt, weil es schön ist. Crousazhäuft Schönes auf Schönes und verliert darüber das Ganze; Hutchcsonmacht gar einen eigenen Sinn daraus; Shaftcsbury erblickt dasSchöne nur iin Nützliche», und Jesuit Andrä verliert sich in: sichtbarenSchönen, im sittlichen, ästhetischen, musikalischen, wesentlichen undkünstlichen Schönen, wie Diderot in Wahrnehmung der Verhältnisse.
i Ein Gefühl von Etwas ist besser als eine Definition davon; weßhalb eine philosophischeAbhandlung einem Theaterstück voransetzen? — r LusammenhrHMM der Leben-geister in dieLhrLnenzellen.