und das Komische ist entweder unserer edeln Zeit nicht werth, oderunsere edle Zeit, die man das Zeitalter Napoleons genannt hat, istselbst das Komische. Ich neige mich in aller Stille mehr zum letzter»,und zweifle daher an einer guten Theorie, die stets nach der Praxisgut zu werden pflegt, würde mich aber unendlich freuen, wenn ichUnrecht haben und den Phönix noch erleben sollte, dem ich zuerst zu-rufen würde:
solus ! *
xm.
Vergleichnng und Zergliederung dieser Ideen.
Das allgemeine Gesetz des Lächerlichen ist, daß es auf einer Ver-gleichung beruht, etwas Zusammengesetztes ist und nicht große underhabene Ideen vor Augen hat, wohl aber das Ungereimte. Keinlächerlicher Gegenstand vermag starke und ernste Leidenschaften zu er-regen, und wir lachen nicht mehr, sobald Liebe oder Haß, Schaam oderFurcht, Ekel oder Mitleiden sich der Seele bemächtigen. Der jüngereCato traf bei seiner Jncognitoreise vor Antiochicn eine Menge festlichgeschmückter Leute; er zankte mit den Seinigen, daß man sein Inkog-nito so schlecht gewahrt habe, rief aber in noch größerem Aerger: „Ounglückliche Stadt!" als er erfahren mußte, daß alle Anstalten nichtihn, sondern den Freigelassenen des Pompejus angingen, der mehrgalt, als er eigentlich hätte gelten sollen. Die Freude des Ehrgeizesist so ernst, als die des Geldgeizes und der Liebe, nur für die Gc-müthsruhe scheint das Lächerliche bestimmt zu sein, da die alte tuxa.vueui^ keine völlige Leere von Ideen und Empfindungen leidet. In-dessen lacht man doch mehr in der Welt, als in der Einsamkeit, dieunsern Haß gegen Laster und Unmoralität verstärkt — daher die Sitten-prediger, unter die ich vielleicht selbst gezählt werde, nur nicht vonDenen, die den reuevollen Sünder vor dreißig Jahren gekannt haben!
t Tu allein sollst die Pdpllii besitz)». — ? Abscheu bor dem Leeren, ein Grundsatz,woraus srühere Naturphilosophien erbaut wurden.