IM
umzudrehen — vorzüglich aber Großuaseu machen die Meisten lachen,wie Viertelsnäschcn auch; nur wo das bonostamontum taoioi' ganzfehlt, tritt Ekel ein. Eine Sammlung Grosimiscn, der man Cham-pagnergläser vorsetzt, wäre so übel daran, als der Fuchs in der Fabel beimStorchmahl, und so auch Viertelsnäschcn, wenn sie Brillen aufsetzenmüßten. Einem Sinescn, der in der Regel nach allen Regeln häßlichist, würde unsere ganze Dorfjngend nachlaufen und nachlachcn.
Es gibt wahre Gciernasen, die ihren Rnhepunkt auf dem Spitz-kinn suchen, häßliche leibhafte Kröten-, Mops- und Katzenköpfe, Ge-sichter, die stets aussehen wie der Himmel, wenn er Landregen bcschecrt,Gesichter, wo die Sünde aus einem vertrockneten Triangel, todtenGlasaugen und gelber Rnnzelhant lebendig hervorguckt — Kerls, alsob sie Schmicdcr, Mücken, Wolters, Macklot rc. dem lieben Gottnachgedruckt hätten — und über diese Gesichter können Viele lachen,wie man über stets lachende Gesichter in der That selbst lachen muß.Ein solches Gesicht hatte ein braver österreichischer Oberst, der einenfesten Platz der Niederlande den Franzosen übergeben mußte; sie hieltenseine lachende Physiognomie für Spott und riefen, als er dcfilirte:»vomniout, dougro! tu ris öiieorv?" Es gibt Gesichter, die offen-bar in die Thicrgcsichtcr hinüberspiclen; schon Aristoteles hat sich mitihnen abgegeben, und noch mehr Porta, der in Plato's Kopfe dieZüge des Hühnerhundes, in dem des Vitcllius die eines Uhn, imSokratcS die Züge eines Hirsches rc. und die analogen Eigenschaftenmit diesen Thieren aufgefunden. Diese vergleichende Physiognomiktrieb unser Tischbein noch weiter, der den guten Corrcggio mit einemSchafe, den finstern stolzen M. Angclo mit einem Löwen, den heroi-schen Scipio mit einem Hunde und die Sulla und Caracalla mitTigern verglichen und viele Anhänger gefunden hat. Tischbein wargewohnt, seine Thicrähnlichkciten Jedem ins Gesicht zu sagen mitwahrem Steckenrcitersinn, und so ergriff er denn einst auch einen Gast anHamiltons Tafel: „Verzeihen Sie, ich habe Sie anfangs für einenEsel gehalten, eigentlich aber sind Sie ein Ochse." In Hackerts Ge-sicht fand er den Fuchs, was dieser übel nahm und Tischbein mit demschwarzen Strauß in der Menagerie verglich, was dieser noch übleraufnahm.
Diese Schlüsse halten so wenig Stich, als Lavatcrs Phantasien,aber im Ganzen liegt immer etwas Wahres zn Grunde, und beiFnchs-, Katzen-, Ochsen-, Esels- und Sauköpscn glaube ich selbst
> Der Theil, welcher dem Gesicht Respekt verleiht. — r Wie Sch ... ., du lachst uvch s