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vermögen nur kalten Spott auszugicßen über Bessere und nennenjenes kindliche Natur- und Hcrzcnslachen kindisch, krivolo, impoli. ^Wäre die liebe Gewohnheit nicht, wir lachten über unsere eigenenHände und Füße, und jeden Augenblick über die Abhängigkeit unsererunsterblichen Seele von der Natur. Müssen wir nicht stark und ingehöriger Entscrnung die Luft erschüttern, wenn wir verstanden seinwollen, und kommen wir nicht in Verlegenheit, wenn wir beide Händevoll haben und gerne noch Etwas hätten? sind nicht unsere Armewahre Balancirstangcn, und müssen wir nicht, wollen wir ein Zielerreichen, einen Fuß um den andern vorausschicken, und am Endetrotz alles Kcnchens und aller Nöthe reichen die Füße doch nicht weiter,als sie lang sind. Wirken nicht selbst bloße Namen auf uns, wieWalter Shandy sattsam erweist?
Selbst Kleider müssen mitwirken, wenn der nackte Mensch Würde,Amt und Stand ausdrücken will; eine Mütze, ein Hut, cine Pcrrücke,eine Krone geben ein durchaus verschiedenes Ansehen. Die Kleidungspielt sogar mit dem Menschen, und nichts drückt den Spott der Naturmit unserer Freiheit besser aus, als die Redensart: „Das Kleidmacht den Mann," wie der lockere Pabst Julius m. ivohl wußte.Er schäkerte einst im Hemd niit seinen Eardinälen im innern Schloß-hof, sie machten ihn aufmerksam, und er entgcgncte lachend: „Owie viel verdanken wir unsern Kleidern!" Und die Sprache? DerDialekt jeder Provinz erinnert an die Abhängigkeit, wie die Pflanzean ihren Boden; der Ausdruck verräth Stand und Erziehung, undwie oft vermag man nicht einmal in Worte zu kleiden, was man fühlt:ein einziges Wort kann uns die lustigsten Streiche spielen. Niesen,Husten, Schluchzen, Nasebluten rc. macht uns zur Sache, und dieNatur ruft: „Ich spreche auch mit!"
Zum Schlüsse muß ich noch, nächst der praktischen Materie vomBuckel, Lessings Behauptung berühren, daß das Ekelhaste und Häß-liche das Lächerliche erhöhe, was dem Grundsatz der Freiheit abermalszuwider scheint. Chcstcrfields Hottcntottin, die mit gequetschter Nase,bis zum Nabel herabhängenden Brüsten, Füße und Arme mit frischenGedärmen umwunden, den ganzen Leib mit Talg frisch cingcschmicrt,ihrem Liebhaber entgegeneilt, um gemeinschaftlich den Urinsegen desPriesters zu empfangen, erhöht einmal gewiß das Lächerliche. SchonVater Homer malt den Thcrsites ins Lächerliche, uin ihn lächerlichzn machen, und daß dies noch heute der Fall sein könne, beweist der
> Muthwillig, roh.