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d. h. den sprudelnden Vorwitz beschränken und verständigen. JeanPaul ist gewiß witzig, oft nur zu sehr, sein Witz ist daher oft gesucht,wie wenn er z. B. in dem hinter einem Berg aufsteigenden Mond —die Nachtmütze des Berges erblickt; aber gewiß hat er hier Recht, wiewir täglich an großen Gelehrten sehen können; von Erfinden ist keineRede, wenn sie nur die Ideen hätten und nicht die Ideen sie!

Die Spartaner, die Cato, Scncca, Tacitns, die Baco, Lessingund Lichtenberg, selbst Kant, bewiesen, daß die kraftvollen Gewitter-wolken dcS Wissens auch in elektrische Schläge des Witzes mit Glückausbrechcn. Indessen bleibt der Witz immer ein Kind, wie Amor, daskeine strenge Erziehung verträgt und, wenn Vater Verstand es zu ge-nau nimmt, zur Mutter Phantasie läuft, die nichts von Regeln weiß,ihn vollends verzärtelt oder dem Vater wieder überliefert, wo denndas Kindlcin au der Erziehung stirbt. Gelehrter Witz mit seinen An-spielungen taugt schon darum nichts, weil er erst erklärt werden muß,und da die Gelehrten mehr mit Todten als Lebendigen umgehen, sowird endlich der lebendige Witz auch todt oder so traurig, wie Alles,was in das Reich des Todes gehört: „Wie meinen Sie?" Na, ichmuß Ihrem Bcobachtungsgeist auch etwas zu entdecken übrig lassen —sehen Sie denn nicht? „Sehen? wenn einem die Sonne in die Augenscheint?"

Man findet daher in der Regel mehr Witz bei Weibern als beiMännern, mehr Witz bei Weltlingcn als bei einsamen Denkern, dennjene sind meist halbe Weiber. Witz ist der weibliche Syllogismus, undda Weiber den Welt- oder Pariser Ton angeben, so reiht sich Allesauf Seite der Weiber. Franzosen und Weiber sind geborene Welt-leute wie geborene Schauspieler, sie lieben das Spitze — die Nadeloder spitze Antwort, kurz Lsprit, wenn es auch nicht immer Kopf-Lsxrit ist, daher sie früher so viel auf ihre katrvs axirituales 1 hielten.Schon unsere Alten, die den Mutterwitz dem Schulwitz entgegensetzten,deuteten darauf hin. Jener Liebhaber, der erbost mit Bekanntmachungder Liebesbriefe drohte, hörte von der Geliebten: „Meiner Briefebrauche ich mich nicht zu schämen, wohl aber der Aufschrift," undMadame du Deffant, witziger als die Dame unserer Zeit, Madamede Staöl, der man den berühmten Automatenmacher Vancanson prä-sentste, welcher sich ziemlich hölzern benahm, äußerte: „Ich glaube,er hat sich selbst gemacht!" Napoleon fragte bei seiner Kurierreise vonMoskau nach Warschau eine deutsche Wirthin, die ihn bei seinem Hin-

I Geistliche Vater.