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XXI.
Die Fortsetzung.
Der wahrhaft Witzige findet zu seinen Ideen die schicklichstenBilder und das schicklichste Wort ohne alles Nachdenken, wobei manes aber freilich nicht genauer nehmen muß, als mit dem Schmetterlinge,Symbol der Seele und der Unsterblichkeit. Sterne sieht in einerschönen Wiese voll junger Lämmer eine Schüssel Spinat mit Mandel-kern, in der Sonne eines schönen Wintertagcs einen Edelstein, glän-zend aber kalt, und in der Liebe ein Fieber, das durch die Augen insHerz dringt und nach unten wieder hinauseilt. Mau spricht viel vonden in der Sonne entdeckten Flecken zu Paris, und eine Dame fragteVoitüre: „Was gibt's Neues?" — „Man spricht eben nicht zum bestenvon der Sonne." — „Der Wind bläst, wo er will, du hörst seinSausen, weißt aber nicht, von wannen er kommt und wohin er fährt;also ist ein Jeglicher, der aus dem Geist geboren ist; Gott aber gibtden Geist nicht — nach dem Maße," spricht Johannes; und unsereSchriftsteller, wenn man sie auch keine Genies nennen kann, sind schonzufrieden, geniale oder humoristische Schriftsteller zu heißen, und dop-pelt, wenn die Waare gut abgeht.
Das Ueberraschcnde in glücklichen Combinationen und Trennungen,die aus dem Nichts zu entspringen scheinen, ist das wahre Leben desWitzes und die Seele des Epigramms — Plötzlich, schnell, neu. Schonder Spectator nimmt Ucberraschung und Vergnügen als Eigenschaftendes Witzes an und spricht: „Wenn der Dichter den Busen seinesMädchens mit der Weiße des Schnees vergleicht, ist er noch nichtwitzig, wenn er aber seufzt: „„und auch so kalt,"" dann ist er witzig."Jener Redner, der in seiner Anrede an Heinrich IV. stockte, so daßder König rief: „b'inissvü on trois mots!"^ machte Alles gut durchseinen Ruf: Vivs le roi! ^ und schlagfertig, wie jeder gute Witz seinsoll, war die Aeußerung einer Dame, die der neugierige Beichtvater
i Witz ist Natur die zierlich eingekleidet. — r bndet in drei Worten! — 2 Der Königlebe!