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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Feuerzeug sucht, jener ein Teleskop, dieser ein Mikroskop liebt, so sindsie dennoch Bruder. Der Witz besucht den Verstund weit öfter, alsdieser ihn, und spielt er auch öfters aus der Tasche, so vergnügt erdoch, und ist dies nicht am Ende der einzige Lohn geistiger An-strengungen?

Bouhonrs, in seiner Jugend ein sehr dummer Junge, soll durcheinen Sturz auf den Kopf — ein Witzkopf geworden sein! Nicht alledummen Jungen stürzen so glücklich, sonst könnten vornehme Elternihre werthen Ableger ohne Aussicht lassen, und gemeine Leute würdennicht sogleich zum Herrn Amtmann oder Pfarrer laufen, wenn derSchnllehrer seinen Stock, Lineal, seine Faust oder Bibel mißbraucht;das Sprüchwort muß bleiben: „Er ist nicht auf den Kopf gefallen."Schon die Alten verglichen den Witz mit dem Salz; das attische Salzgalt für das beste, war aber Angeschwärzte Waare, wie früher bei unsdas französische. Jedes Salz muß aufgelöst werden, wenn es wirkensoll; manche Salze, wenn sie zusammenkommen, brausen auf; denndas Gebot: „Habt Salz bei euch und Frieden untereinander," ist nichtso leicht zu erfüllen, und gar oft wird das Salz dumm, der größteVorrath erschöpft sich und dann gibt es Bodensatz, oder wie man inFranken spricht — Petzig.

Rabener war doppelt sorgfältig in seinem Amte, damit man nichtsage: „Ja, es ist eben ein Witzkopf l" Auch mag der Casus beimStcncrwcscn noch wenig vorgekommen sein, nnd so dachte auch dertreffliche Scheffner, der Lachen für den vernünftigsten Ableiter ver-drießlicher Wetter in den Schachten des Lebens hielt, aber tSto-ä-tvto.— Es gibt gar Viele, die Ernst und Gravität, wie Circumvallations-linien um sich ziehen, aus denen sie die Jovialität leicht herausjagt,welche Nivellerie liebt, folglich empfiehlt man sich dadurch eben nicht;schon Herren, die gerade nicht geistesschwach, wohl aber bürgerlichschwach sind, nehmen gern Reißaus, selbst wenn man seinen Wider-spruch in eine Anekdote zu hüllen versteht, worin Kant Meister ge-wesen sein soll. Ein Britte, ganz für sein Vaterland eingenommen,behauptete einst bei des Philosophen Aeußerung, daß es doch wohlbesser wäre, wenn die Nation und nicht die Minister die Taxen auf-legten: „das ist einerlei," und Kaut erzählte, daß einst ein Schweinc-dicb das Geld für das Schwein dem Beichtvater gebracht habe: „Aberwarum bezahlt Ihr nicht lieber dem Eigner das Schwein?" — EuerHochwürden, das macht einen Unterschied; kaufe ich das Schwein, sotaxirt der Eigner, stehle ich's, so mache ich die Taxe." Es ist daher