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allen jovialen, witzigen Brudern, die der Welt noch nicht entsagthaben oder gar Anstellungen suchen, Rabcner ans Herz zu legen, undsie sind an die Regel des höflichen Schülers zn erinnern

Willst tu vom Salze waS, so thu cS auch mit Witze,

Und lange was davon nur mit der Messerspitze,

Den Bissen tunke nicht ins Salzfast selbst hinein,

Und lange ebenfalls nicht mit dem Finger drein.

Witzige sollten stets an die Fabel denken, in der ein alter Frosch,da die Kinder Steine in den Teich warfen, auftritt: „Kinder, waseuch Spiel scheint, ist uns Schmerz und Tod!" Das Menschcnpackfürchtet sich ohnehin mehr vor dem Witz als vor der Dummheit, ja,ohne Dummköpse gäbe es nicht einmal Leute von Geist. Alle Mystikerund Schwärmer fürchten Witz, daher ihn auch Lavater für eine Speiseerklärt, deren Geruch schon die beste Mahlzeit verderben könne. DerWitz hält weit mehr Ordnung in der Welt, als der Verstand, undsich behaupte, es gehen mehr bekehrte Sünder aus dem Theater alsaus der Kirche, wenn sie so vielen Verstand haben, mitzulachen. Aberes gibt wieder viele Lords, die im Parlamente zn sitzen wünschen,uni eine Taxe auf den Witz legen zn können, und sie verdienen dieAntwort: „Ihr Wunsch ist natürlich, denn sie wären taxfrei." Amallerschlimmsten ist der Witz im Munde Großer, wie Friedrichs Witz —

Der Eiche Splitter sind den Sträuchen Doniierkculcn.

Witz ohne Klugheit bleibt gleich gefährlich, wie jener Bedienteerfahren mußte, der seine Gnädige die höher» Stände mit Porcellan,die niedern mit Töpferarbeit vergleichen hörte, und da er gerade derKindswärterin sagen mußte, das Kleine in die Gesellschaft zn bringen,so rief er: „Töpferarbeit bringe das Porcellan!" was ihn seine Livräekostete. Es war nun von nichts als bösen Mäulern die Rede, wovonschon Sencca äs >ra spricht: malam Imguam tinberv > — was schonCicero geschadet hat, und noch mehr Cäsar seine spitzen Worte: Lulln,»ssvivit literas, üietars non potuid. ^ Und nun erst gemeiner Pack,der, wenn er Jemand Abends in ein Haus und Morgens wiederherausgehen sieht, sogleich behauptet, man habe die ganze Nacht dazugebracht! Man denke an die berühmte Weinheimer Bockswirthin,die nach der Niederlage ihres Kurfürsten sagte: „Warum hat er nichtlieber Gänse statt Soldaten gehalten und mit Federn bloß Krieg ge-führt?" sie mußte zur Strafe ihres bösen Mauls die Heidelberger1 Eine böse Zunge haben. — 2 Siehe S. 169.