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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Kanzler mit Federn versehen. Selbst gutmüthige Theilnahme, dielächelnd e^ne nützliche Wahrheit sagt mit dem Wunsche, daß sie beachtetwerden möge, heißt ins Gesicht oder doch wenigstens hinter dem Rückenböses Manl. — Gar ost ist der Schimpf: „Er hat ein ungewaschenesMaul!" ein großes Lob, wie ein französischer Schimpf: Xü, la mau-vaiss töto! — aber garäv-! vous! * Die edelsten Menschen verderbenoft das, was sie gut machten, durch das, was sie gut sagten, undmögen sich trösten mit den gefeierten Monarchen meiner Zeit, mitJoseph und Friedrich.

XXII.

Die Fortsetzung.

Unsere gottseligen Vorfahren fanden schon Witz in dem, was sichreimt, und daher liebten sie zu sprechen: „Jugend hat keine Tugend— Juristen, böse Christen — Frankenwcin, Krankcnwcin — Träume,Schäume — Kragen und Magen — Hunger und Kummer — Spiegel,Regel und Riegel — Dach und Fach, dessen eigentliche Bedeutung dieJetztlcbendcn erst vom Revolutionskricg lernten und dennoch Stankfür Dank ernteten — Gemüth und Geblüt, Saft und Kraft, Sangund Klang, Glimpf und Schimpf, Würde Bürde, Kind und Rind,Freud und Leid, Salz und Schmalz, Rath und That, Ach und Krach,Knall und Fall, Noth und Tod, die gleichsam Gott zusammengefügthat, wie Kleider und Schneider, Student und Recensent. Uebel undTeufel reimt nicht, weil die Uebel dieser Welt auch nicht vom Teufelherkommen, sondern von unsern selbsteigcnen Teufeleien; und das„Alles ist gut" gibt dem Spott keine Blöße mehr, sobald wir es rechtverstehen. Alles ist im Zusammenhang der Dinge begründet.

Unsere genügsamen Alten fanden schon Witz in der Diminutiv-endsilbe: lein, Mannlein, Weiblein, Herrlciu, Königlcin, wie unsereTöchtcrlein Geschmack finden an Fräulein; schon das lein klingtsanfter als das chcn: Mädchen. Es war schon gelehrter Witz für

1 Ha, ein schlimmer Kopf! — Hütet buch.