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als die schönsten Erd- und Himbeeren, denn jene wachsen nur in Mist-beeten, diese in Wäldern; das non xlus ultia ist ein indianischesVogelnest, ob es gleich nicht appetitlicher ist als ein eingemachter Kuh-fladen.

Der Geschmack richtet sich, wie das Lächerliche überhaupt, nachbunkert physischen und moralischen Einwirkungen, nach Zeitaltern,Nationen und Ständen, nach nichts aber mehr, als nach Temperament,Jahren, Schicksalen, glücklichen oder unglücklichen Lagen, Gemüths-stimmung und nach dem Vorrathe von Witz und Laune, den manselbst besitzt. Selbst nach mein und dein richtet sich der Geschmack:unsere Geliebte, unser Gärtchcn ist das schönste, und so hält auchein Autor oder Dichter sein Werk für das bessere (was auch bei Pre-digten, Rechtsgntachten, Recepten rc. der Fall sein soll) in stiller Be-scheidenheit. Es ist mißlich, den Geschmack früher zu bilden, als dieDenkkraft; man hält sich dann lieber an die Grazien, als an die Musenund an das Reelle, und Oberflächlichkeit tritt an die Stelle, wie inunsern Zeiten. Ein Buch, das in den höher:: Cirkeln Glück macht,ist darum noch kein treffliches Buch, vielleicht bloß schön geschrieben,schmeichelhaft (wahr heißt da unverschämt), und derselbe Fall trittauch beim niedern Publikum ein, denn in Lesegescllschaftcn findet manuur zu viele Bücher, die der Mann von höherer Bildung anspcit.Manches Buch wird auch von: schönen Geschlecht in Gesellschaft garsehr getadelt, der Verfasser dürfte aber lächelnd fragen: „Sie habenes also doch mit Aufmerksamkeit in Ihrem Boudoir gelesen? das freutmich recht sehr," ündent SUN kata libslli! > Bei der Verschiedenheitdes Geschmacks ist daher doppelt nöthig, sich nach einen: allgemeinenMaßstabe umzusehen, und dieser ist und bleibt die Natur.

Die vornehme Welt lacht bei französischem, englischem und italie-nischem Witz, bei dem oft kräftigern deutschen aber nicht, denn darüberlacht ja auch der Bauer, und sie hat lieber Kunst als Natur. Pa-mcla ^ bekommt den Mann, weil sie Schwierigkeiten macht, und mancherEhemann Hörner, weil er seiner theuren Hälfte zu viele in den Weglegt, und ist er gar todt, so wird er vergöttert, wie die altrömische::Kaiser, in der Nähe aber wird getrutzt, wie man in Schwabenspricht. Die schöne Welt macht sich jetzt weit weniger aus dem Kaffee,als zur Zeit, wo das Pfund 3—4 fl. kostete, und jene Italienerin

t Die Bücher haben ihr Schicksal. — 2 Die Heldin eine- RomanS von Nichardson,welche einem liederlichen iungen Herrn al- Magd widersteht und ihn dadurch so in sich ver-liebt macht, daß er sich bessert und sie Heirather.