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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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„Gehen Sie mir, ich kann es nicht ansstehen;" aber man komme mirmit einigen echt komischen Zügen — sie müssen lachen, und so kaunman ihnen beikommen wie Diogenes den Sophisten, und noch besser.Nnr mit den nervenschwachen Empfindlcrinnen ist nichts anzufangenund noch weniger mit einem rechten Stockgelehrten, wie ich zwei voreinigen Jahren an einer muntern Tafel mir gegenüber fand; ich scherzteund lachte, zwischen zwei Damen sitzend; jene fanden mich recht frivol,sprachen von einem —Rechtsfall und hätten vielleicht auch zwischen meinenDamen von ihrem Rechtsfall gesprochen und iutor pooula, ohne dasssria in vrastiunin > zu erwägen — und woher Sinn für Witz und Laune?

Nimmer labt ihn des BaumeS Frucht, den er mühsam erziehet,

Nur der Geschmack genießt, was die Gelehrsamkeit Pflanzt.

Die Verschiedenheit des Geschmacks macht, daß jede Speise gegessenund jedes Buch gelesen wird, und den besten Geschmack hat oft der,der nach dein Essen nicht weiß, was er gegessen, oder nie erfahrenhat, wo sein Magen liegt. Es gibt sich mit Allem und so auch mitobiger Unausstehlichkeit: manches Mädchen, das schon halb verzweifelte,weil sie bis zum vierzigstenJahre warten »rußte, findet oft noch einen altenJunggesellen, der bis ins fünfzigste gewartet hat; beide thun dann oftkomischer miteinander, als wenn sie im achtzehnten und fünfundzwan-zigsten Jahre sich zusammengefügt hätten, wo man weit ernster zuWerke geht und es auch am ehesten kann.

Der gerade herrschende Geschmack ist auch in der komischen Weltder vollkommenste, und stete Ebbe und Flnth in Sitten wie in Bü-chern, in Wissenschaft und Kunst, wie in Moden und Gebräuchen.Was nicht mehr herrschend ist, ist gerade dadurch den Meisten lächer-lich. Einer lacht über den Andern, und Keiner lachte mit mehr Recht,als die Natur, wenn sie wie der Mensch lachte. Jener Antiquar miteiner alten Urne oder einem Silberling von Judas, von Otho oderTheodor' in der Hand, lacht über den Jüngling, den sein Mädchenbis in den dritten Himmel entzückt, für die er keinen Silberling gäbe,und dem Knaben ist sein Vogelnest oder Kirschcnbaum lieber, als alleMicha's, für die König David, der noch im hohen Alter die anima-lischen Bcttwärmcr liebte, den Philistern zweihundert Vorhäute ab-schnitt und eben so vielen Füchsen die Schwänze. Der Höfling, dersoeben ein Kreuz erhalten hat, lacht über den Bettler, den ein Kreuzer

i Deim Becher. — Auf Morgen das Ernste. — 2 Die Münden des Kaisers Otho findwegen dessen kurzer Negierungszeit die seltensten römischen. Aehnliche Kuriositäten find dieMünzen, welche Theodor von Neuhosf als König von Corsica schlagen lieh.