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senden Herrn, k. k. Fcldzeugmeister, als Diener sagt: „Euer Excellenzvergessen Sie nicht, es gibt eine Civilehre, so gut als eine Militär-ehre, wenn es auch Ihr Adjutant nicht begreifen sollte!" — „Ja,Offizier, das ist was anders!"
Aus einseitiger Kultur des Kopfes oder des Herzens folgt, daßder Kops überall Narrheiten und Paffen sieht und in der Welt einebloße Komödie, wo das gefühlvolle Herz eine Tragödie erblickt, daßein herzloser Voltaire da lacht, wo ein herzvoller Rousseau weint, daßder Kopf ein Mann ist, das Herz aber zum Weibe wird und mit demKopfe durchgeht, wenn es gleich oft besser wäre, der Kopf ginge mitden: Herzen durch. Viele halten die Unparteilichkeit ihres Herzensfür die ihres Kopfes, und leider noch weit niehrerc affektiren bloßHerzensgefühle. ^.ÜI vr-üinsnt, ms kalt äs la poino, r sagen sieso kalt als Hans Michel, dem man um Mitternacht den Tod seinerMutter meldete, und der sich aufs andere Ohr legte mit den Worten:„Ach Gott! morgen werde ich recht traurig sein." Viele lachen nur,wenn ihnen ein Mädchen sagt: „Was wollen Sie mit meiner Handohne mein Herz?" — „Narrenspossen! wenn ich die Hand habe, kriegeich das Herz nnd Alles miteinander." Wohl! wenn nur die Herzennicht so viele Achnlichkeit mit der Spielkarte hätten — erst wenn mansie in der Hand hält, weiß man, was man hat, und dann sagteMancher gern: „Ich Paffe!"
Große und Reiche folgen in der Regel den ersten Eindrücken, die mitdem Herzen wenig zu schaffen haben; warum sich lange den Kopf zer-brechen? Sie sprechen also oft: „Ich kann den Menschen nicht leiden!"und wer darf fragen: Warum? Es bleibt also beim ersten Eindruck,und allenfalls einem gnädigen: „Ich habe gar nichts an ihm auszu-setzen, aber ich kann ihn einmal nicht leiden." Ihre Vertrauten, welcheselten Leute lieben, die in der Katzenbuckelkunst versäumt worden sind,sprechen wohl: „Der ist mir zu gescheit," d. h. kein Werkzeug — maudarf ihm nicht trauen — könnte er mir nicht gar über den Kopf wach-sen? In der großen Welt sind fast alle Eingeweide größer als dasHerz, vorzüglich Magen und Blasen. Man sagt von dem Leibchirur-gen eines Markgrafen von Ansbach, daß er zum Andenken seines Gnä-digsten mit dessen Magen seinen Leibstuhl überzogen habe.
An Kaiser Nerva's Tafel wurde einst viel von einem Bösewichtam Hofe Domitians gesprochen; jeder Gast wußte eine Anekdote, devKaiser rief: „Wie ginge es ihm, wenn er noch lebte!" Nobioomu
1 Ach wahrlich, die» thut mir leid!