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ovonarot, > wagte einer der Gäste zu erwidern, und Ncrva schwieg,wie einer der guten Männer, der ausnehmend die Sanftmuth seinerFrau rühmte (die blitzböse war), auf die Entgegnung eines Lachers:„Gratulire, daß Sie einen so guten Herrn haben." Ich kannte einenObersten, der noch im hohen Alter die ersten Feldzüge gegen die Fran-zosen mitmachte; in einem Quartier, wo die Miststätte der Abtritt war,half Johann dem Alten auf das Querholz und ließ ihn fallen. —Wer einen solchen looum communem ^ kennt, denke sich die Lage desObersten, und doch sagte er nichts, als: „Johann, was hast Du ge-macht?" — Bei allen drei war der Kopf der Narr des Herzens undder Bonhomme geworden, dessen Gemüthlichkeit (man spricht nicht mehrvon Herzensgute) man lobt, indem man mit ihm macht, was man will— tanto bnon, vbs val nisots. Ich zähle unter die Hauptfehlermeiner früheren Jahre, daß ich mich zu leicht attachirte; oft erschollgegen Anschwärzer mein Lob: „Er ist mir attachirt mit Leib undSeele", „er ist die Uneigennützigkeit selbst", „er ist kein Schmeichler",und am Ende bewahrheitete sich das alte Diktum: Virtu» Isuäaturot algst, * daher unsere Zeit die pfiffigere Lebensregel festhält: Virtusxost nuinmos ! ° Dionysios fand in einem Tempel silberne und gol-dene Gefäße mit der Inschrift: „Den guten Göttern," und nahm siezu sich mit den Worten: „Bcnützen wir ihre Güte!"
Es ist ein Unglück, daß die Schwachen meist die leichten Truppen'der Starken und Schurken sind, mit denen sie oft mehr Unheil nnstif-ten als mit der Hauptarmee; man denke nur an Religionsschwärmer,und bitte Gott, daß sich eine gute Polizei, die sich löblichst der Bären-führer und der wahrsagenden Zigeuner angenomnicn hat, auch derMystiker und p»r oompagnis der Somnambülen annehme, die nichtalle slU^« sind, zu deutsch Thonias oder Thumele. Wenn der Menschzwei Herzkammern hat, eine für sich und die andere für Andere —der verächtliche Egoist hat wie Insekten und Würiner nur eine — sovermiethet der Bonhomme seine rechte an Weiber, die linke an Freunde,er selbst behilft sich, so gut er kann, und nichts ist leichter, als seinLiebling zu werden, oder schweizerisch, Herzwürmli. Solche Männerscheuen alles Kopfzerbrechen, wobei Niemand gewinnt, als die Bettler,und sind am glücklichsten unter einer tüchtigen Pantoffelwirthschaft.Diese Herzwürmli haben ihr Herz anf der Zunge, wie wir sprüch-
1 Er würde mit uns bei Tische sitzen. — « Gemeinschaftlichen Ort. — ^ So ant, daßer nicht« Werth ist. — « Die Tugend wird gelobt, aber man läßt fie darben. — « Erst nachdem Lohne die Leistung. — « Dumm.