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chemischen Arbeiten der Natur» der alle Wesen unterworfen sind.Der einzige Vortheil Freund Hains bei seinen Operationen ist, daßer uns um einige Zoll länger erhält.

Der Kopf entwickelt sich früher und dominirt früher als das Herz;erst wenn wir gelebt und erfahren haben, geht das Licht auf, das dascheint an einem dunkeln Ort, bis der Tag anbricht, und der Morgen-stern aufgeht in unserem Herzen; dann erst ist der Gottcsfriede einge-läutet. Die Erziehung des Herzens ist die wahre Palingenesie' diesesLebens, nach der uns eine unbekannte Metempsychose ^ bevorsteht, undselig sind, die reines Herzens waren, sie werden Gott schauen. Mor-gens wohnt die Seele im Kopfe, Abends im Herzen; Morgens liebtman Anstrengung, Geschäfte, Studien, Abends Romane, Gedichte,Gesellschaft, Karten und Weiber; in der Geisterstunde ist diese Liebeam stärksten; Abends ist man abgespannt, daher interessiren diese Dingeam meisten, selbst abgeschmacktes Zeug, man lacht da am liebsten.

Für die Kultur des Herzens ist nichts wichtiger, so wie für Leibund Haus, als ein gutes Weib, gute Kinder und ein guter Freund.Das Herz will geübt sein wie der Kopf; Frau, Kinder, Freunde übenes, freilich manchmal st I'sroös. ^ Koketten, ungerathene Kinder, falscheFreunde verhärten das Herz, und endlich trocknet es ganz auf. Einwahrer Freund oder eine Freundin beruhigt am besten in der Stundeder Leidenschaft und gewährt uns die bessere Ansicht, Rath und That,oft selbst ein alter, treuer Bedienter oder eine Haushälterin.

Sei hochbcseligt oder leide,

Das Herz bedarf ein zweites Herz;

Getheilte Freud' ist doppelt Freude,

Getheilter Schmerz ist halber Schmerz.

Wenn das Herz hoch und das Glück nieder steht, wer znr Klassi-fikation der Menschen keinen andern Maßstab als Kopf und Herz undin dem vom Weibe Geborenen nur stets den Menschen nehmen will,der kommt zu kurz in dieser Alltagswelt. Das Herz gleicht dem Mühl-steine, der Mehl gibt, wenn man Korn aufschüttet, aber sich selbstzerreibt, wenn man es unterläßt.

Der befs're Mensch tritt in die Welt -

Mit fröhlichem Vertrauen,

Er glaubt, was ihm die Seele schwellt,

Auch außer sich zu schauen,

Und weiht von edlem Eifer warmDer Wahrheit seinen treuen Arm.t Wl-tergeburt. — 2 Seelenwanderung. — ° Im Uebermaß.