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zum Ableitcr so lange dienen, bis endlich nach tausend „Sehr wohl.Euer Gnaden!" seine unterdrückte Laune — ist er nicht auch Mensch?— auf die herrschende Laune losfährt und ein häusliches Donnerwetterherbeiführt, dessen Blitze oft nngcniein viel Licht in die Köpfchen derDamen bringen könnten, wenn sie das gemeine Pack nicht so tiefunter sich erblickten. Manche Dienstboten würden schwerlich die bru-talen Launen mancher Herrschaft so lange aushalten, wenn sie ihr ge-preßtes Herz nicht dadurch erleichterten, daß sie es gegen Jeden aus-schütten, der sie anhören mag.

Die lieben Damen sollten sich um so mehr vor affektirten Launeuhüten, da sie St. Evremond schon oomüclieimes ä'Eivtion ' nannte,wenn sie nicht wollen, daß die Männerlaune immer weiter um sichgreife durch das Wort — ledig zu bleiben. Die mit Recht berühmteKönigin Elisabeth hatte so viel Despotisches, daß die Britten bei dreiLiscn hinter einander wahrscheinlich die verächtlichsten Sklaven Euro-pa's geworden wären; aber acht Tage früher oder später Hütte sie viel-leicht doch das Todcsurthcil der Maria nicht unterzeichnet, und achtTage früher oder später um Mariü Rcinigungsfest herum haben schongar vielen Liebhabern und Ehemännern den Todcsstreich versetzt.Desto höher sind die Sanguinerinnen anzuschlagen, die den launischenMann in gute Laune zu versetzen wissen, und an ihrer Spitze stehtdie schon aus dem Antihppochondriacus bekannte Dame, die den Fischauf alle mögliche Art zubereitet brachte — gesotten, gebraten, gebackenund in der Brühe — keine Art war dem Murrkopf recht. „Ja, waswillst du denn noch?" — „Einen Dreck." — „Auch den sollst du haben!"Das Kind hatte glücklich eine Bescheerung auf den Tisch gemacht, vonder die Frau nur die Serviette wegzunehmen brauchte. — „Hier meinSchatz!" Der Krittler mußte lachen und war auf lange kurirt.

Noch mehr Launen haben leider die Großen aus begreiflichenGründen; wem sie gnädig sind, dem sind sie gnädig, und wessen siesich erbarmen, dessen erbarmen sie sich; es liegt nicht an jemandsWollen oder Laufen, sie zeigen ihre Macht, auf daß ihr Name ver-kündigt werde. Je größer der Machthaber, desto größer ist das Un-glück, wenn er sich seiner Laune hingibt, wie bei Kaiser Paul I-, dersonst ungemein viel Gutes hatte. Hat nicht der Töpfer Macht, auseinem Klumpen Erde Gefäße zu drehen zu Ehren oder zu Unehren?und spricht ein Werk zu seinem Meister: „Wärmn machst du michalso?" Am leichtesten erträgt man die Launen der Großen, wenn

i Heuchlerinnen des Kummers.