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wenn er sich dabei erinnert, daß er vor einigen Wochen vor einemEhemanne sich zum Fenster Hinausflüchten mußte: „Wie? was? Fensterhinaus? wissen Sie, Herr, was das sagen will, zum Fenster hinaus?"

Jeder hat Augenblicke, die seine Seele trübe machen, wie ange-hauchte Spiegel; es gibt Nebel in der Geister-, wie in der Körper-welt, und die Seele hat ihre Wolken so gut, als der liebe Himmel.In solchen Augenblicken, wo selbst Arbeit oder ein gutes Buch nichtanschlagen, muß man den Geist auf bessere (ja nicht auf böse) Ver-gangenheit oder Zukunft zu richten suchen, und der Gesellschaft nichtzur Last fallen. In einer Lage, wo man wünscht, aufgelöst und beiChristo zu sein, ist es besser allein zu bleiben, und in einer solche«Lage besuchte ich selbst einmal die Kirchweihe zu D. nicht, wohin ichschon als kleiner Junge mit meinem Vater wandelte, der gerne dahinging, wo seine Mutter zu Hause war; noch lieber mag mein verliebterGroßvater dahin zur Braut gegangen sein, und mein Urgroßvaterlebte da auch zufrieden, wenn die fromme Heerde folgte, so oft er insein geistliches Horn stieß. Nur der ist ein echter Schüler der Lebens-weisheit, der energisch mit dem Dämon der Launen ringt, überzeugt,daß der Geist über den Körper viel vermag und noch mehr über einenbloß augenblicklichen Zustand des Körpers — die verfluchte Laune.

Gute Laune ist zwar eine Temperamcntstugend, erzeugt vomjungen Bacchus mit der lächelnden Venus oder, wie Milton wisse«will, von einem Zcphyr, der am ersten Mai auf einem Bette vonRosen und Veilchen mit Aurora spielte; aber eine Launenrcformationist nicht unmöglich, und daher stellte Epikur ein fröhliches Herz alsPrincip seiner Moral auf. Gute Laune weiß selbst Unglück Vortheil-hast zu drehen, wie Freunde! in Steinbergs guter Laune, oder jenerAutor beim Bankerott seines Verlegers, der erst die Hälfte seinesHonorars ü. 2 Louisd'or abgeführt hatte: „Nun, ich bilde mir ein,nur einen Louisd'or bedungen zu haben." Der reiche Jack Spleenwill sich erschießen; er findet im Gasthofe Gelegenheit, einige Armeglücklich zu machen, und ruft: „Gut, daß ich mich nicht erschossenhabe!" Gute Laune schafft eine Genügsamkeit, die den Genuß derkleinsten Freude erhöht und am Ende auch am xrout zaest ^ Ver-gnügen findet, ob es gleich immer traurig ist, daß in unserer beste«Welt gerade die Besten nicht an ihrem Platze stehen. Es ist aber ein-mal so, es liegt nicht in meiner Macht, die Priester des blauen undfeuerfarbenen Affen auf die Seite der gesunden Vernunft zu bringen,

t Am Stand der Dinge, wie sie stnd.