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also lieber gelacht und es gehalten wie mit einem unangenehmen Be-such: wir müssen uns aus Anstand zwingen, freundlich zu thun, undkaum haben wir eine Zeitlang diese Rolle gespielt, so sind wir in derThat heiterer und freundlicher. Schon Manchen habe ich Arm in Armznr Thüre hinausbegleitet, den ich hätte empfangen mögen mit einemTritt auf den Hintern. Mirabeau, der sehr häßlich war, angeklagteiner Verführung, sagte statt aller Vertheidigung: Rogaräer ma üguro I *«nd es hat ihm nichts geschadet.

Gute Laune hängt am meisten vom Gefühl der Gesundheit ab,daher ist diese die erste Bedingung; sollte nun das Wesen, das ausLeib nnd Geist bestehen will, nicht auch bei seinem Geiste die Selbst-anfrage machen: Harmonirt das, was so schön mit deinem Jdcengangeund mit deinen von der Welt gefaßten Vorstellungen harmonirt, auchmit der Wirklichkeit? Das wäre die zweite Bedingung, und dannwürden wir weniger Wünsche haben. Je weniger Wünsche und Be-dürfnisse, desto zufriedenere, bessere Laune. St. Petrus hob in üblerLaune ein im Wege liegendes Hufeisen nicht auf, das ihm der Meisteraufzuheben befohlen hatte; dieser hob es nun selbst auf, kaufte dafürKirschen und lies im Gehen eine um die andere aus dem Aermclfallen, die Petrus nicht verschmähte, zu sich zu nehmen, da sprachJesus lächelnd:

Thatst du zu rechter Zeit dich regen,

Hätt'st du'S bequemer haben mögen.

Der Einfluß der guten Laune auf unser ganzes Lebensglück istso wichtig, daß man schon von Jugend auf solche Pflegen und pflanzensollte, wie ein Bänmchen, in dessen Schatten man in schwülen Tagenauszuruhen oder mit dessen Früchten man sich zu laben denkt. Demheitern Mann kommt Alles entgegen, der heitere Mann überläßt sichnie so leicht den rohen Ansbrüchen der Leidenschaft als der Murr-kopf, und unterliegt auch nie so leicht überhäuften Geschäften undUnfällen. Die heitersten Menschen haben in der Regel auch die an-genehmsten Gesichtszüge, sind die bessern unter den vielen schlechten,und nie habe ich gefunden, daß der Mann, der das Spiel der Ebbeund Flut seiner Launen war, ein Mann von großem Geiste gewesenwäre. Unzer in seiner Abhandlung von sauern Gesichtern, leitetden Ausdruck von Sau ab, sowie Bauer von Landbau; man sagteanfangs geradezu Saugesicht, mit steigender Höflichkeit Sanergesicht,

t Betrachtet mein Gesicht.