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nordischen Himmels; Humor ist bald gut, bald schlecht, bald angenehm,bald höchst unangenehm, wie am besten die Praxis der Britten lehrt.
Voltaire hat Witz, höchstens Laune, aber keinen Humor wieSterne und Jean Paul. Sein Lachen erregt sympathetische Theil-nahme und grenzt an das Rührende, das sonst dem Lächerlichen fremdist, und sänftigt und wärmt. Die größten Humoristen sind daherernst, und die besten liefert das ernste Volk der Britten. Die Laune,in die sich ein talentvoller Schriftsteller wirklich versetzt und alleDinge anders nimmt und doch gewissen Grundsätzen gemäß zumBehufe lebhafterer Darstellung mittelst lachenerregcuder Contraste,vertritt bei ihm und noch mehr beim Künstler die Stelle der Begei-sterung. Der grelle Abstich der kleinen Außenwelt mit der Jdeener-habmheit des Humoristen erzeugt das Gefühl des Lächerlichen, wäh-rend der bloße Witzkopf nur die Beziehungen der Außenwelt auf sichvor Augen hat und lacht, wo der Humorist seufzt voll moralischenKummers. Humor sitzt recht eigentlich im Gemüthe, Witz im kaltenVerstände. Lord Mvnboddo war einer der größten Praktischen Humo-risten, und doch definirt er den Humor: „die Nachahmung lächerlicherCharaktere;" eher möchte ich solchen definiren: Witz der Empfindung.
Den Scherz so in den Ernst überzutragen, daß jener die Dienstethut, die man zuweilen selbst diesem vergebens ansinnt, ist der schönste 'Beruf des echten Humoristen, und der Coutrast des Ernstes undScherzes erhöhet das Komische. Wer bloß seinen Geist knltivirt,wird dem Ernste, wer bloß dem Gefühle folgt ohne Geisteskraft,mehr dem Scherze sich hingeben; wer aber die Menschennatur, Kopfund Herz harmonisch ausgebildet hat und sich nicht den Sachen, son-dern die Sachen sich unterwirft, wird keck seinem Genius folgen dürfen.Humor ist eben so weit von der Pedanterci, als von Leichtfüßigkeit,von zurückstoßender, hohler Philosophie, als von leichtsinniger Persi-flage entfernt, und seiner Natur nach scelenvoll und gemüthlich. Miteinem Seufzer umfaßt der Humorist die Welt, und mit einem Lächelnverwischt er eigenes Unglück und fremdes; die kleinsten Dinge sind inseinem Munde groß, und das Große spricht er nie aus, ohne aufdas Winzige seitwärts zu lächeln, das stets mit dem ist, was dieMenschen Pwß uennen. Vater Shandy reiste (in Gedanken) zu de«Ruinen Asiens, um über Vergänglichkeit jammern zu können, Kor-poral Trim blickt auf seinen geflickten und abgeschabten Rock undauf seine Pelzmütze, die noch mehr Haare hatte lassen müssen.
DemokritoS. II 2