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und dieser verhält sich zum Humor, wie der Mensch zum Affen. Dererste April reichte hin, Aprilsnarrcn zu machen, warum noch dieLeipziger Öfter- und Herbstmessen?

Klassisch ist die Stelle in Garve's Abhandlung über das In-teressirende: „Laune zeigt die Anlage des Kopfes an, durch die einMensch Alles von einer etwas sonderbaren Seite ansieht und vonAllem auf eine etwas sonderbare Art gerührt wird — eine Gemüths-art, in der er das, was er denkt, oder wozu er Lust hat, und wasAndere weder sagen noch thun würden, weil sie sich von der MeinungAnderer oder von der Gewohnheit einschränken lassen, ohne Zurück-haltung sagt und thut. Andere Charaktere verschließen ihre Betrach-tung in sich oder richten sich nach Absichten ein, oder nach den Ge-sinnungen Anderer; der Launige aber öffnet so zu sagen die Seele undtreibt jeden Keim von Gedanken gleich so weit heraus, daß er gesagtwerden muß. Bei Leuten von gemeiner Seele treibt er alltägliches,niedriges, abgeschmacktes, unerträgliches Zeug heraus, und für sie istPolitesse und Zwang der Gewohnheit so nothwendig, wie Kleider fürhäßliche Körper; aber ist es ein fähiger Kopf, ein edles empfindsamesHerz, das sich so ganz seinen eigenen Eingebungen überläßt, so ist'slehrreicher und interessanter, als wenn diese die Maske des gemeinenAnstandcs tragen. Echte Laune ist Zeichen eines guten Herzens." Soder ernste Philosoph Garve in seiner altphilosophischen Verständlichkeit.

Und was sagt die Aesthetik Jean Pauls, der selbst Humoristwar? „Humor ist das umgekehrt Erhabene, er erniedrigt das Große,um ihm das Kleine, und erhöht das Kleine, um ihm das Großean die Seite zu setzen, und so beide zu zernichten, weil vor der Un-endlichkeit Alles gleich ist und nichts. Nur das Allgemeine bewegtsein Inneres, die Totalität, der Weltgcist steht auf dem tarpejischenFelsen und stürzt von da die Menschheit hinunter. Aus dieser To-talität, dem ersten Bestandtheil des Humors, geht die humoristische Mildeund Duldung hervor gegciDdas Einzelne, das sich in der Masse ver-liert und weniger bedeutet, auch den Humoristen vom Spötter unter-scheidet. Der zweite Bestandtheil ist die vernichtende oder unendlicheIdee: die Höllenfahrt bahnt ihm den Weg zum Himmel gleich demVogel Merops, der mit gegen den Himmel gekehrtem Schwanz auf-fliegt; und er sieht aus der überirdischen Welt auf die irdische her-unter mit jenem Lächeln, worin Schmerz und Größe verwebt ist.Der dritte Bestandtheil ist gutmüthige Subjektivität, und der viertlesinnliche Bestimmtheit oder Jndividualisirnng." So erscheint drr>