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Humor unserem Humoristen Jean Paul, und er zerlegt solchen noch-mals in drei Theile, in den epischen, dramatischen und lyrischen.

Ist es nicht schade, daß unser Model,umvrist gerade in einemJache wo er ganz zu Hause zu sein scheint, so verworren und dunkelist Humor ist Humor, und epische, dramatische, lyrische und andereImmen sind Formen, wie bei der Satire auch; eben so gut könnteman auch einen philosophischen, philologischen', historischen Humor rc.annehmen und leider nachweisen. Unter obigen vier Bestandtheilenist wohl die subjektive gutmüthige Stimmung dem Humor allein eigen,Idealität und Sinnlichkeit aber der ganzen Poesie und Kunst. To-lalität ist gerade ein falsches Merkmal, da der Humorist sich vorzugs-weise im Individuellen zu gefallen scheint. Man kann leider dieMenschheit sehr thöricht und nichtig erblicken, wie Voltaire, ohne allenHunmr, — auch gibt dieser nicht immer Geringschätzung zu erkennen,gerade wie der Witz, der nicht immer Lachen erregen will und ofteinen sehr ernsten Gedanken in Witz kleidet. Humoristische Poesie istschön, aber humoristische Philosophie taugt nichts, und die Ansichtder Madame StaA vvm Humor ist noch richtiger, als die JeanPaul'sche: I>a gaists söriouso, gut ns tourno rivn eil pluisanteris,mais sumss saus ls voulvir st kalt rirs saus avoir ril '

Sokrates, Sterne, Jean Paul, haben Humor, aber jeder ver-schmilzt das Komische mit dem Rührenden auf eigene Art, und diemehr oder weniger durchscheinende, liebenswürdige Subjektivität desDichters hat keinen geringen Theil an unserem Vergnügen; die eigenehumoristische Schönheit möchte gerade darin bestehen, daß eines jedenCapriccio mehr eingeräumt wird als in Werken von regelmäßigerSchönheit der Fall sein kann und darf. Daher verliert ein echt humo-ristisches Werk in der besten Uebersetzung, weil von Sprache, Wen-düngen und einem einzigen Wort oft mehr abhängt, als von der Ideeselbst, wie im Tristram Shandy.

Zum echten Humor scheinen drei Eigensthaften zu gehören: 1) Eigen-thümlichkeit, die von der allgemeinen, folglich als richtiger angenom-menen Denk-, Empfindungs- und Handlungsweise abweicht, Dingeals höchst wichtig ansieht, die es nicht sind, und so umgekehrt, undsolche mit einem Ernst behandelt, der gerade zum Lachen reizt. DerHumor hat stets seinen eigenen Gesichtspunkt, etwas Originelles inseinem Jdeengang. kurz Eigenheiten, die man lieb gewinnt, was

t Ernste Heiterkeit, die nichts in Scherz verdreht, sondern ergötzt, ohne e» zu wollen,.«id lachen nunht, ohne gelacht z» haden.