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H u m e nicht zugibt und solche mit Bizarrericen und barocken Wunder-lichkeiten zu verwechseln scheint. Wer liebt und achtet nicht den gutenVicar os Wakcfield, wenn er gleich an dem Dogma: „Die zweite Eheist unerlaubt," so fest bangt, daß er sich mit Allen bronillirt und seineFamilie darüber unglücklich macht? Der Vicar lebt in dem herrlichenRoman Goldsmiths, aber Whiston in der Wirklichkeit, der allenJammer geduldig ertrug, wenn man ihn mir sein Steckenpferd „dieerste Kirche" ruhig reiten und ihn taufen ließ: „Gott dem Vater durchden Sohn und im heiligen Geiste!" Whiston war ein trefflicher Menschund auch witzig; die Königin wollte einst von ihm hören, was manvon ihr spräche: „Sie plauderte zu viel in der Kirche." — „Nun, esist wahr, ich werde mich bessern; aber nun weiter, lieber Whiston!"— „Wenn Euer Majestät jenen Fehler abgelegt haben, werde ich aufandere kommen."
Wer liebt und achtet nicht Capitain Shandy und seinen Trini,wenn sie auch gleich Alles soldatisch behandeln, Trim, wenn vonBreschen die Rede ist, zwischen zwei Stühle eindringt, und Tobybeim Worte Glacis den Fuß auf die Bank setzt — wer liebt nichtVater Shandy, der seinen Neugeborenen Trismcgistns genannt habenwill, weil Glück und Heil von: Tanfnamen abhänge, und ver-zweifeln will, da die Hebamme den Namen in Tristram verhunzt, densorgfältigen Vater, der so lange über die Erziehung seines Söhnchensphilosophirt, bis er zu alt dazu ist, und es damit wie mit seinerStnbcnthürc hält, die er bei jedem Knarren einölen will und nie dazukommt? Fest steht auf der Tafel meines Gedächtnisses ein alter Rcichs-graf, der nicht leiden konnte, wenn man seine Kaffeetasse am Fensterstehend leerte, weil vorübergehende Arme lüstern werden und Neidbekommen möchten; der in seinen eigenen Wäldern, wenn er Holzdiebemerkte, sich versteckte, um die armen Teufel nicht zu geniren, undseinem über Wilddiebe klagenden Better Nimrod lakonisch antwortete:„Wo kein Wild ist, da gibt es auch keine Wilddiebe."
Und warum sollte ich meinen alten humoristischen Freund wenigerlieben, weil er in die blaue Farbe so verliebt ist, daß alles wo mög-lich blau sein muß, Mobilicn und Wände, Gläser, Bücher, Papier,Streusand, Kleider rc.; das Veilchen ist seine Lcibblume (die franzö-sische Veilchenfaktion hätte er aber mit Rattcnpnlvcr hinrichten mögen),und selbst die blaue Kornblume zieht er Rosen und Nelken vor; nurmit Sehnsucht denkt er an die blauen Gebirge Nordamerika's undärgert sich sogar, daß er im Acrgcr weiß und nicht blau wird. Er