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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Urtheil als von Hcrzenshärtigkcit ab, wodurch er sich vom Satirikerunterscheidet. Der Humorist hat vom Leben gelernt, das Leben zu er-tragen, und so vcrurtheilt er den Verkehrten nicht - er erwartet mirwenig — kennt seine eigenen Schwächen, ja mischt sich selbst unter dieThoren, Nil buin-wi a SS alionum xutaus, l und unterscheidet sich da-durch vorn bloßen Komiker. Diese Gutmüthigkcit erregt daher weitniehr Theilnahme und selbst Rührung, wie bei Sterne und unseremguten Musäus, während die spottende Laune eines Voltaire, die sichbloß selbst gefällt, erkältet und erbittert, obgleich im Grunde Satireweniger Verachtung des lieben Nächsten mit sich führt, als geheucheltesübertriebenes Lob, und der fade Witzling ohnehin leeres Geräuschmacht, wie der leere Lastwagen, der über die Straße poltert. WitzLaune und Gemüthlichkeit, diese drei sind eins beim echten Humoristen.'Letzteres Wort kam erst zu meiner Zeit in Gang, abgeleitet von Ge-'müth, dem aniwus der Alten. Ihr animus saß im Kopfe als Männ-lein, die anima im Herzen, ein Weiblein, und von der animalitas'der Neuern wußten sie nichts, so wie jener Britte zu Paris, der einemkleinen, alten Franzosen unaufgefordert über den Graben half- derFranzose zog den Degen, und der Britte nahm ihn abermals kaltblütigam Collet, stellte ihn wieder dahin, wo er verlegen gestanden warund wandelte seine Straße. '

Echter Humor erhebt sich nie mit beleidigendem Stolz und ge-braucht nie seine Kraft gegen Wehrlose — echter Humor, wie er aufder Feder des Cervantes im Gefängnisse saß, dessen Dunkelheit inSonnenschein verwandelte, in seinen Wasscrkrug Nektar mischte, seinenMantel über die verstümmelte Hand breitete, und in alle Bitterkeitenseines Lebens den Balsam der Hoffnung goß. Sind wir nicht allzu-mal Sünder? alle in derselben Manier, wie Schweizer in der Kirchegemeinschaftlich husten und schneuzen, und Rekruten auf dem Trans-port gemeinschaftlich ihr Wasser abschlagen. Hat nicht der Beste seineFlecken, wären es auch nur Kaffecflecken, bis wir einst in die großefürchterliche Wäsche kommen, wo dem wohl sein muß, der nur Kaffesflecken an sich hat. Der Hauptfehler des Menschen wird immer derbleiben, daß er so viele kleine Fehler hat; daher laßt uns in AndaMTristram Shandy's Jnvocatio» (o. 24, lid. 9) verlesen

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> Weil er glaubt, über nicht» Menschliche» erhaben zu sei». - - Tbierbeit.

2 Mürrisch bist du, gesällig. bald angenehm, bald aber bitterNicht kann ich leben mit dir, aber auch nicht ohne dich. '